• Drei Bilder vom geschundenen Domhotel von Anfang Juni (und wir wissen ja, es wird auch nicht wieder gut):

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    Generell muss man festhalten, in dieser (Innen-) Stadt sind (architektonisch) Hopfen und Malz verloren. Da mag auch eine fantastische Komplettreko wie Maria Himmelfahrt oder das Blau-Gold-Haus (in meinen Augen eines der besten Nachkriegsgebäude in Deutschland) nicht darüber hinwegtrösten.

    Bonusbilder:

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    Einmal editiert, zuletzt von thommystyle™ (12. Januar 2021 um 22:18)

  • Dass man über den Bau eines neuen Lidl-Supermarkts in einem historischen Forum berichtet ist eigentlich ausgeschlossen. Jedoch hebt sich die neue Filiale des Discounters im Kölner Stadtteil Mülheim wohltuend ab und garantiert ein Einkaufserlebnis in einem angenehmen Rahmen.

    Zitat

    Die Nachbarschaft in Buchforst ist geprägt von einfachem vier- bis sechsgeschossigem Geschosswohnungsbau in Reihen und Zeilen, gestalterisch und konzeptionell herausragend sind der Blaue Hof und die Weiße Stadt mit denen Riphan und Grod Ende der 1920er Jahre neue Maßstäbe im Siedlungsbau setzen. Auch die direkt an das Lidl-Grundstück (Ecke Karlsruher Straße / Kalk-Mülheimer Straße) angrenzende backsteinerne Reihe Wohnhäuser steht unter Denkmalschutz. Sie diente mit ihrer Materialität als Referenz für den Lidl-Bau.


    Schöner Discounter in Köln - Lidl von caspar. und meyerschmitzmorkramer

  • So ein wirklicher Ruhe- und Anziehungspunkt fürs Auge ist es ME nicht, diese "neue Nationalgalerie zum Einkaufen"... die Gegend macht allerdings einen recht trostlosen Eindruck, so daß der Vorplatz immerhin ein Schritt in die richtige Richtung ist, so man ihn nicht vermüllen läßt.

  • Naja, wir reden hier von einem Neubau eines Discounters, bei dem man mehr Gestaltungswillen erkennen kann, als bei vielen modernen Repräsentativbauten. Außerdem gefällt es mir, dass eine Lidl-Filiale einen auf James-Simon-Galerie mach. Das ist aus meiner Sicht ein Schlag in die Magengrube der Verunstalter der Museumsinsel.

  • Am Kölner Neumarkt (Nr. 49) wird ein denkmalgeschützter 50er Jahre Bau saniert und danach vornehmlich für Bürozwecke genutzt werden.

    Zitat

    Mathias Gross, Vorstand (COO) der Polis: „Die denkmalgerechte Sanierung soll bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein. Wir erhalten die historischen Bauelemente der 1950er-Jahre, die sich durch klare Linien und Schnörkellosigkeit auszeichnen, und schaffen gleichzeitig ein modernes, flexibel nutzbares Gebäude.“

    Das Haus Neumarkt wurde 1956 nach den Entwürfen von Wilhelm Riphahn, einem der bedeutendsten Architekten des Wiederaufbaus der Kölner Nachkriegszeit, erbaut.


    Moderne Büroflächen am Kölner Neumarkt

  • Schön dass Köln beim Denkmalschutz Prioritäten setzt und solche architektonischen Perlen bewahrt, welche die Domstadt so sehenswert machen / Ironie off

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • Am Kölner Klingelpützpark wurde nach langer Vorplanung die "Bildungslandschaft Altstadt Nord" realisiert, ein Schulkomplex bestehend aus fünf Betonsolitären. Wems gefällt.


    Zitat

    Vierzehn Jahre hat es gedauert vom Ratsbeschluss der Stadt Köln bis zur Eröffnung der ersten Schule im letzten Sommer – doch die lange Planungszeit dürfte sich bei der Bildungslandschaft Altstadt Nord gelohnt haben. Denn hinter dem Begriff verbirgt sich ein sowohl in bildungspolitischer als auch architektonischer Hinsicht bemerkenswerter Zusammenschluss von sieben Bildungseinrichtungen am Klingelpützpark, der weit über Köln hinaus Beachtung finden wird. Im Kontext dieses ambitionierten Schul- und Bildungsprojekts hat das ortsansässige Büro gernot schulz : architektur ein Ensemble aus fünf Häusern entworfen und gebaut.


    Bildungslandschaft Altstadt Nord - Schulcampus in Köln von gernot schulz architektur

  • Die Idee, quasi vom Hort bis zur Abendschule an einem Ort und von einer Hand zu planen, gefällt mir aber sehr gut. Es müssen ja keine "Klötze" sein, wobei man bei einem ´Klotz-Ensemble´ aus einem Büro sicher weniger befürchten muß als bei fünf Klötzen von fünf verschiedenen Architekten.

  • @Jakob: ich weiß nicht, mich überzeugt das nicht so unbedingt - für die Eltern mag es Weg ersparen, wenn sie 2 Kinder hinbringen wollen, aber meine eigene Erinnerung an die Grundschule, neben der die Hauptschule war, ist da nicht so begeisternd, daß ich nicht auch guten Grund für die Trennung von Grund- und Oberschülern sähe.

  • Nichts neues aus dem unbelehrbaren Köln: Der Erweiterungsbau einer Realschule in Ehrenfeld ist das neueste Beispiel. Die Argumentation ist wie ein Schlag ins Gesicht für Freunde des klassischen Bauens.


    Zitat

    Der historischen Architektur mit ihrer ornamentalen Hülle begegnen trint + kreuder bewusst mit einer konfrontativen Haltung. Schroff ragen ihre Baukörper auf, die Fassaden bestehen aus Betonfertigteilen mit Ausfachungen aus geschlämmtem Backstein. Statt wie der Altbau mit hübschen Details in Rot und Gelb zu kokettieren, zeichnen sich ihre Gebäude auch farblich durch eine kompromisslose Reduktion auf wenige Grautöne aus. Die Architekten sehen diese gestalterische Dialektik nicht zuletzt als Herausforderungen des Schulalltags zwischen Anpassung und Individualität. Zugleich rahmen die beiden neuen Volumen aber auch den Bestand und schreiben dessen Symmetrie mit zeitgenössischen Mitteln fort. Alles also eine Frage der Balance.


    Block in Balance - Realschule in Köln von trint + kreuder d.n.a.

  • Die kommen sich vermutlich noch unangepasst und originell vor. Dabei kann es stumpfer und langweiliger nicht mehr gehen. Arme Schüler, die darin leben müssen. Aber vielleicht erlöst sie ja die nächste Corona-Welle und sie dürfen zu hause bleiben.