"Denkmalabbrüche nach Gutsherrenart":
Denkmalschutz in Bayern
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Vielen Dank für den interessanten Artikel, der einem wirklich Sorgen bereiten kann. Ich war vor kurzem in Memmingen und hab dort auch einige Häuser gesehen, die leer stehen und vor sich hingammeln und hab mir bei einigen gedacht, wie lange die wohl noch stehen werden, nachdem es ja in Memmingen in den letzten Jahren schon öfters zu Abbrüchen alter Häuser gekommen ist. Eines davon ist das Gasthaus zum Hasen in der Oberen Bachgasse 12, einem schönen denkmalgeschützten Haus mit Mansardwalmdach und geschwungenem Giebel von 1782, welches genauso wie sein Nachbar Nr. 10 (nicht denkmalgeschützt) in bedenklich schlechtem Zustand ist... von außen sieht es gar nicht so schlimm aus, aber wenn man durch die offenen Fenster im Erdgeschoß schaut, merkt man wie vergammelt es innen bereits ist. Das Gasthaus zum Hasen mitsamt dem angrenzendem Veranstaltungssaal "Hasensaal" wurde anscheinend schon 2008 an das Memminger Bauunternehmen Kutter verkauft, welches den Hasensaal abreißen und mit modernen Wohnbauten ersetzen wollte (Quelle hier). Dann ist aber nichts passiert und letztes Jahr wurde schließlich der ganze Gebäudekomplex an eine Privatperson weiterverkauft, die namentlich nicht genannt werden möchte und die sich auch noch nicht zu eventuellen Zukunftsplänen geäußert hat (siehe hier). Derweil steht aber seit Jahren alles leer und verfällt immer weiter, was den Verdacht aufkommen lässt, dass man das Gebäude absichtlich verfallen lässt, um es vielleicht irgendwann abreißen zu können. Der Zustand innen scheint mir auf jeden Fall besorgniserregend. Es wäre auf jeden Fall sehr schade um die beiden Häuser.
Hier ein Foto des Hasenhauses (Nr. 12) und des ebenfalls in schlechtem Zustand befindlichen Hauses Nr. 10 (wie gesagt sieht es von außen nicht so schlimm aus):

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Hmmmm... Wäre SEHR schade, wenn das wegkommt. Ist schon recht ortsbildprägend, und hat einen hohen "Gemütlichkeitsfaktor".
Aber die Nutzung ist halt immer das Problem...
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Wer kennt das jüngste Denkmal?
Ich meine Folgendes: Denkmäler sind bekanntlich Sachen aus vergangener Zeit. Demzufolge sind Werke der Gegenwart nicht schutzfähig. Aber Werke von gestern sind es, sobald sie nicht mehr aus der Gegenwart, sondern aus der Vergangenheit sind, wo auch immer die Grenze ist.
Mir ist gelegentlich aufgefallen, dass auch Objekte aus unserer Lebenszeit (veranschaulicht gesagt: die jünger sind als wir) auf den Denkmallisten erscheinen. Bis jetzt waren es aber nur Rekonstruktionen von verlorengegangenen Werken. Ein Objekt war von 1983, ein weiteres (ich habe vergessen, welches es war) auch von 1983. Und eines von 1991.
Soviel übrigens auch wieder mal zum Substanzfetischismus. Die Denkmalschützer glauben ja selber nicht dran.
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Zitat
Dieter Wieland hat mit seinen Dokumentationen ein so detailgenaues Bild der bayerischen Topografie gezeichnet wie kein anderer vor ihm. Der Niedergang der Baukultur und des Denkmalschutzes empören ihn.
Bauen in Bayern: „Es entsteht überall Einheitsbrei nach dem gleichen Kochrezept“Der Journalist und Denkmalschützer Dieter Wieland über den Niedergang der Baukultur und des Denkmalschutzes.www.sueddeutsche.de -
... aber was steht im Artikel drin...?
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Ich habe sehr viel Parteifreunde die sich für die Erhaltung historischer Gebäude einsetzen - unter anderen Robert Brannekämper oder auch unser ehemaliges APH Mitglied Stephan Riedel.
Leider gibt es aber auch in der CSU Leute, die eher SPD Anliegen folgen - bauen um jeden Preis und wenn es eben Hochhäuser sind.
Ok, die Verschandelung Münchens hat nicht die CSU verbockt, aber ich sage mal - wir als Oppositionspartei in München, sollten mehr Druck auf den Stadtrat ausüben, den Denkmalschutz zu bewahren und nicht irgendwelche Schuhschachteln hinklatschen zu lassen.
Ich kann zwar die SPD Fraktion verstehen, daß Wohnungen gebraucht werden - aber doch nicht SO!
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Abriss des Jahres 2024:
Abriss des Jahres 2024 - Bayerischer Landesverein für HeimatpflegeKirchen, historische Gasthöfe, Wohn- und Handwerkerhäuser: Auch in diesem Jahr hat der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wieder traurige Beispielewww.heimat-bayern.de -
Wagnergasse 2 in Landshut finde ich persönlich den größten Verlust. Solch wertvolle, unersetzliche Gebäude darf man nicht abreißen. Auch um die anderen Beispiele tut es mir leid, wobei der Abriss Nr. 6 nur ein Zeugnis spezifisch deutscher Dummheit ist.
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Zitat von 'Abriss des Jahres 2024'
Auch in diesem Jahr hat der Bayerische Landesverein für Heimatpflege wieder traurige Beispiele verlorener Baukultur gesammelt.
Wie es diese Kühltürme in die Auflistung geschafft haben, ist mir ein Rätsel.
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Es ist ein Ausdruck des Umstandes, dass manche die Totalzerstörung der Energieversorgung in Deutschland gar nicht gut finden. Was so ein Kernkraftwerk an Strom liefert, ist halt doch enorm. Städtebaulich kann man auf die Kühltürme natürlich verzichten. Sie haben jahrzehntelang zur Silhouette des Schweinfurter Landes gehört.
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Zur diesjährigen Verleihung der Denkmalschutzmedaille an 16 Preisträger aus Bayern:
broschüre_denkmalschutzmedaille_2025_neu.pdf
"Schatzhüter Bayerns": Medaillen für engagierte Denkmalschützer | BR24
Denkmalschutzmedaille 2025: Gleich 7 Sieger stammen aus Franken
Verleihung der Denkmalschutzmedaille 2025 an 16 Preisträgerinnen und Preisträger aus Bayern
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Zitat
Die Landessieger des 28. Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" stehen fest. Laut Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) ist der Dorfwettbewerb "die bedeutendste Bürgerinitiative Bayerns". Schon seit 1961 trage er dazu bei, die Lebensqualität in den Gemeinden sichtbar zu verbessern. Während der Fokus in den ersten Jahren noch auf der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbilds der Dörfer gelegen habe, liegen die Schwerpunkte heute unter anderem auf Themen wie aktiver Bürgerbeteiligung, innovativen Ideen für Lebensqualität, Klimaschutz, Digitalisierung und die Stärkung des sozialen Miteinanders.
Fränkische Dörfer sahnen bei bayernweitem Wettbewerb ab - "sagenhaft!" (inFranken.de)
Die beiden fränkischen Dörfer kenne ich überhaupt nicht.
ZitatDas am Rand des Ampermoos gelegene Kottgeisering gehört zu den acht schönsten Dörfern in ganz Bayern. Mit der gewonnenen Silbermedaille bei einem vom Landwirtschaftsministerium veranstalteten Wettbewerb wurde das amtlich bestätigt.
Offiziell ausgezeichnet: Das ist eines der schönsten Dörfer Bayerns (Münchner Merkur)
Von der Kirche habe ich zumindest Aufnahmen.
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Die beiden fränkischen Dörfer kenne ich überhaupt nicht.
"Oberkrumbach" ist mir noch nie über den Weg gelaufen, Hallerstein schon.
Aber Kottgeisering kennt unsereins natürlich.
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Alles, bis auf Nr. 5, höchst bedauerlich. Ich habe Nr. 9 gewählt, weil hier nicht nur ein einzelnes Gebäude sondern die ganze Ortsmitte betroffen ist.
Hier sieht man, was jetzt fehlt:
Sabina Empl Heilpraktikerin · Google MapsMarktpl. 14, 83355 Grabenstätt, Deutschlandmaps.app.goo.gl -
Ich habe Nummer 11 aufgrund des imposanten Rundbogen-Erkers gewählt. Aber eigentlich hätte man allen Gebäuden - abgesehen von Nr. 5 - die Stimme geben können.
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Nr. 10 war seit Jahren zu erwarten.
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Nr. 5 (die modernistische Bunkerkirche aus den 1950ern) und Nr. 8 (Kasernengebäude, völlig monoton) finde ich jetzt nicht so bedauerlich, aber um die anderen finde ich es schon schade.
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Ich habe für die Nr 2 abgestimmt. Auch wenn der Verfall schon fortgeschritten war, trotzdem ein Frevel, so ein altes fast 500 Jahre altes noch Recht urspünglich erhaltenes Fachwerkhaus abzureissen!
Nr 1, 3, 6, 9, 10 und 12 auch schlimme Verluste für regionaltypisches Bauen...
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