Wiesbaden (Allgemeines)

  • Im Wiesbadener Ortsteil Biebrich wird auf dem dortigen Friedhof das denkmalgeschützte Mausoleum des Philanthropen Hubertus Kreitz von 1891 saniert.


    Zitat

    Die umfangreichen Sandsteinarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Ebenso ist die Sicherung der Putz- und Farbfassung der Gruft-Wände und -Decken beendet. Die Erneuerung der Dacheindeckung wird in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erst noch erfolgen. Nach Anlieferung der eigens in einem Spezialwerk mit alten Prägewerkzeugen hergestellten Kupferbleche werden diese Arbeiten voraussichtlich ab Montag, 15. März, ausgeführt. Die restaurierte und ergänzte gusseiserne Zaun- und Treppenanlage wurde von einem Metallrestaurator wieder montiert. Die anlässlich der Gruftöffnung vorgefundene, reich verzierte metallene Grufttür bleibt in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege freigelegt. Sie muss noch restauriert werden. Die eichene Eingangstür zum Mausoleum wird auch noch überarbeitet


    Das Mausoleum Kreitz wird saniert

  • Ja, die alten Friedhöfe... Ende des 19.Jhdts war es scheints Brauch und Mode, solche "Mausoleen" zu errichten. In Berlin gibt es auch noch ein paar Friedhöfe, auf denen ähnliche kleine Gebäude stehen.

  • Südöstlich von Wiesbaden entstand im Auftrag der REWE Group ein Supermarktneubau in "asiatischem" Stil mit Markthallenflair. Ein bisschen Abwechslung in der tristen Peripherie schadet nie.


    Zitat

    Das Londoner Büro acme hat südöstlich der hessischen Hauptstadt Wiesbaden den Market of the Future für die REWE Group, Deutschlands zweitgrößte Supermarktkette, fertiggestellt. Das Nutzungskonzept ist besonders. Neben der bloßen Verkaufsfläche werden in der hauseigenen Aquaponik-Farm und dem Gewächshaus auf dem Dach jährlich zehn Tonnen Barsch und 800.000 Töpfe Basilikum produziert. So wird ein Teil der üblichen Lagerzeiten und weiten Transportwege – laut acme bei frischen Produkten in Europa durchschnittlich 1.000 Kilometer – deutlich reduziert.


    Vom Dach in den Einkaufskorb - Supermarkt in Wiesbaden von acme

  • In der Wiesbadener Innenstadt wurde letztes Jahr ein Hotelneubau im Klinkerstil fertiggestellt, welcher eine entfernte Ähnlichkeit mit typischen Hafenspeichern hat.

    Zitat

    Die Fassade aus roten Klinkerriemchen ist regelmäßig gegliedert und ist mit proportionierten Vor- und Rücksprüngen im Bereich der doppelflügeligen Fenster sowie den abgerundeten Hausecken skulptural ausgearbeitet. Um das Sockelgeschoss und den oberen Abschluss zu betonen, sind die Fensteröffnungen dort größer als in den Regelgeschossen.


    Premier Inn Wiesbaden City Centre Hotel | grabowski.spork architektur, Wiesbaden
    Architekten Profil im BauNetz von grabowski.spork architektur, D-65195 Wiesbaden - grabowski,spork,wiesbaden,gbr,architekten
    www.baunetz-architekten.de
  • Dazu müsste die Fassade (in den obersten Geschossen) zumindest völlig überarbeitet werden. Eine Rekonstruktion des Vorzustands halte ich derzeit für nicht gewollt, denn dann würde man diese beiden obersten Geschosse - oder zumindest das oberste Geschoss - verlieren. Darauf werden sie sich nicht einlassen wollen. Aber eine harmonischere Lösung und eine Eckkuppel wären natürlich drin, wenn die Denkmalbehörden mitspielen und der Eigentümer eine solche äußerliche Aufwertung wünschen würde. Jetzt wirkt es natürlich piefig, in die Jahre gekommen bzw. in den 50er Jahren stehen geblieben.

  • Zitat: "Die Zahl der Zimmer wird von 159 auf 104 großzügige Gästezimmer und Suiten reduziert."

    Das könnte doch auf einen Rückbau in irgendeiner Form hindeuten. Aber an eine originalgetreue Rekonstruktion glaube ich auch nicht.

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • Ich verstehe es bislang so, dass sie nicht ein Vollgeschoss abreißen, sondern mehrere kleine Zimmer zu größeren Suiten zusammenlegen. Dadurch wird die Zahl der Gästezimmer reduziert, aber den Ansprüchen mancher Gäste eines 5-Sterne-Hotels Rechnung getragen.

    Gleichwohl wäre es eigentlich auch an der Zeit, das Gebäude äußerlich anspruchsvoller zu gestalten, da ja auch hier bei den Gästen das "Auge mitisst".

  • Wahrscheinlich hatten sie bis jetzt vor allem Zimmer, gefragt sind aber Suiten (1 Schlafzimmer, ein Zimmer mit Couch), und entsprechend legen sie Zimmer zusammen.

  • Stillstand beim Wiesbadener Palasthotel, weil sich die linke Stadtregierung seit längerem nicht auf ein Nutzungskonzept einigen kann. Nun werden erst mal Einwanderer mit Bürgergeldanspruch einquartiert. Vielleicht wird das ja auch die Dauerlösung, weil die Stadt eine Sanierung finanziell nicht stemmen kann und gleichzeitig unwillig ist, das Haus an einen Luxus-Investor zu verkaufen. Dann vergammelt es halt etwas, was womöglich sogar dem "linken Chic" entsprechen könnte.

    Flüchtlingsfamilien ziehen ins Palasthotel

    Wiesbaden: Flüchtlinge ziehen in Palasthotel
    Die Stadt Wiesbaden will vermeiden, dass ein imposanter Hotelbau in bester Lage leer steht. Wie er künftig genutzt werden soll, ist jedoch weiterhin offen. Im…
    www.faz.net
  • Auch bei WELT wird berichtet. Der Kommentarbereich ist besonders lesenswert, obwohl sich dort auch nur ohnmächtige Wut entlädt.

    Wiesbaden: Stadt lässt Flüchtlinge in ehemaliges Luxushotel einziehen - WELT
    Seit neun Jahren kann sich Wiesbaden nicht entscheiden, was mit dem ehemaligen Palasthotel passieren soll. Gerade wurden für eine umfassende Sanierung Mieter…
    www.welt.de

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • Das Museum Wiesbaden erhält einen Erweiterungsbau eines Wiener Architekturbüros und das Ergebnis ist wie erwartet miserabel.


    Zitat

    Der Entwurf von Schenker Salvi Weber begegne dem Bestand mit Respekt und beweise zugleich eigenständige Souveränität, urteilte die Jury bei der ersten Sitzung. Durch die plastische Ausformulierung der Fassade, die horizontale Gliederung und die Materialwahl reagiere der Solitär auf das Museumsgebäude, von dem es sich mit einer schmalen Fuge subtil absetze. Die Erweiterung strahle Ruhe und Konzentration aus – und habe das Potenzial, die derzeitige Rückansicht der Museumsanlage aufzuwerten.


    Solitär fürs Landesmuseum - Schenker Salvi Weber gewinnen in Wiesbaden