Fassadensanierung am Esslinger Rathaus
Bröckelnder Naturstein, abgeplatzter Putz, marode Fensterrahmen: Die Fassade des Neuen Rathauses in Esslingen muss dringend erneuert werden. In diesem Sommer wird das Gebäude monatelang eingerüstet.
Fassadensanierung am Esslinger Rathaus
Bröckelnder Naturstein, abgeplatzter Putz, marode Fensterrahmen: Die Fassade des Neuen Rathauses in Esslingen muss dringend erneuert werden. In diesem Sommer wird das Gebäude monatelang eingerüstet.
2011 wurde das Restaurant im Dicken Turm geschlossen, neue Pächter fanden sich nicht. Lange schien es, als sollte sich daran so rasch nichts ändern. 2014 gründete Petra Helmcke zusammen mit vielen Freunden des Esslinger Wahrzeichens die Initiative Turmwächter, die später zum Verein wurde und sich (zunächst gegen einige Widerstände aus dem Rathaus) für die Sanierung des Turms engagierte. Der Burgverein, der sich zunächst auf die Burgstaffel und den Seilergang konzentriert hatte, machte den Dicken Turm ebenfalls zu seinem Anliegen. Ein entscheidender Schritt gelang, als der Gemeinderat 2018 beschloss, jeden gespendeten Euro zu verdoppeln.
Die Burgstube kann bereits für private Feiern, Seminare und Tagungen mit bis zu 50 Personen gebucht werden. Der repräsentative Turmsaal wird derzeit aufwendig renoviert und soll vom vierten Quartal 2025 an ebenfalls bei Esslingen live gemietet werden können.
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Das Projekt ist gut, so es denn realisiert wird.
Aber bezeichnend ist mal wieder, dass ja gerade in den Ballungsräumen oft über private Bodenspekulation geklagt wird, und darüber, dass private Hauseigentümer Wohnungen oft Jahre leer stehen lassen, statt sie zu vermieten. Und hier - pars pro toto - haben wir eine im Besitz der Stadt befindliche Liegenschaft, die acht Jahre leer stehen gelassen und nicht vermietet oder verkauft wird. Und die Stadtverwaltung benötigt acht Jahre, um ein (möglichenfalls) in Zukunft realsiertes Nutzungskonzept zu entwickeln. Und dass alles unter einem Bürgermeister der SPD, die sonst nicht müde wird, private Hauseigentümer wegen Leerständen anzuklagen (siehe z.B. hier). Das Phänomen findet sich in ganz Baden-Württemberg (und sicher nicht nur dort), wo z.B. 20 Prozent der landeseigenen Wohnungen einfach leer stehen, was wiederum von der SPD, so sie mal in der Opposition ist, bekrittelt wird (siehe hier).
Vor allem würde schon mal helfen, diesen Platz zu entrümpeln. WC-Anlage, Buden und irgendwelche planlos hingestellten Pflanztröge haben in der Platzmitte nichts zu suchen. Dann liefern die Bürger ja Hinweise, wie es besser wäre: Hochbeete, ein Brunnen. Darauf hätten die städtischen Planer auch kommen können.