Beiträge von hollanda
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Was ich an diesem "preisgekrönten" Kunstmuseum immer verblüffend finde, ist die miserable Platzausnutzung. In manchen riesigen Räumen hängen dann zwei Kunstwerke, der Rest ist völlig leer. Da finde ich das Neue Museum in Nürnberg und auch die Pinakothek der Moderne viel besser.
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In Marokko soll ja auch der Süden des Landes künftig mit der Bahn erschlossen werden, an der Küste entlang fährt ja schon der TGV bis nach Tanger, die Investitionen im Großraum Casablanca relativieren sich angesichts der Einwohnerzahl von (je nachdem, was man alles dazu zählt) rund 5 Mio.
Überhaupt entwickelt sich Marokko rasch weiter, z. B. gibt es in Casablanca jetzt auch BRT-Systeme (ziemlich gigantische Schnellbusse) und Straßenbahnen.
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Letztens wieder mit der U-Bahn von Nürnberg nach Fürth gefahren, Anteil der Einheimischen grob geschätzt unter 10 %.
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Super - vielen Dank! Da hat sich ja doch vieles zum Positiven entwickelt, Sachsen-Anhalt hing ja immer städtebaulich hinter Sachsen und Thüringen zurück.
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Interessanter Artikel, vielen Dank! Ob er schon mal im APH gepostet wurde, weiß ich nicht ...
So wirklich zustimmen kann ich dem Dankwart aber nicht, er liegt ziemlich daneben:
ZitatDie Danziger ergriff schon damals ein wahres Restaurierungsfieber. In nur drei Monaten waren bereits 40 Häuser saniert, korrigiert oder in einen früheren, nur in Bildern überlieferten Zustand zurückversetzt. Nach der fast völligen Zerstörung dieses Erscheinungsbildes im Zweiten Weltkrieg ging das Wissen darüber fast völlig verloren.
Das war halt die übliche "Purifizierung" des Dritten Reichs, meist eher zum Nachteil des Erscheinungsbilds, als ich vor einiger Zeit im Landshuter Stadtmuseum war, habe ich erfahren, daß es solche Aktionen auch in Landshut gab. Ich glaube, er überschätzt hier die geleistete Arbeit, oft wurden einfach an historistischen Bauten die Ornamente entfernt, ein wirklich historischer Bauzustand ergab sich dadurch nicht. Überhaupt waren die Bürgerhäuser "Gebrauchsgegenstände", die ständig umgebaut wurden, es ist also nicht so, daß ein bestimmtes Erscheinungsbild die Jahrhunderte überdauert hätte.
Komplett falsch ist aber folgendes:
ZitatNun jedoch entstand dieselbe Langgasse zum zweiten Mal neu – und wieder war es eine „Neuerfindung“. Die polnischen Denkmalpfleger suchten aus historischen Abbildungen vorrangig solche Fassaden heraus, die nachweislich in polnischen Epochen der Stadt entstanden waren, und stellten sie zu einem neuen Straßenbild zusammen.
Erschaffen wurde, losgelöst vom Vorkriegsbild der Stadt, ein konstruiertes Bild der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, eine Konstruktion von Geschichte, während die wirkliche Geschichte der Stadt zu keinem historischen Zeitpunkt ein solches Nebeneinander von Giebelhäusern aus nur einer einzigen Nationalkultur gekannt hatte.
Es gab keine "polnischen Epochen" in Danzig, die Stadt unterstand direkt dem polnischen König (der ja nur in Ausnahmefällen Pole war, zuerst waren die litauischen Jagiellonen Könige und später wurden die Könige ja gewählt, meist aus dem Ausland) und war nie Teil Polens vor 1945. Entsprechend gab es dort keine nennenswerte polnische Bevölkerung und auch keine polnisch geprägten Bauten, die waren ja eher durch die Niederlande bzw. Flandern geprägt. Wobei man sich natürlich fragen könnte, was typisch polnische Bauten sein sollten, Warschau und Krakau haben ja ein eher italienisch anmutendes Stadtbild, weil viele Architekten aus Italien kamen.
Auch gab es eine eigene Verwaltung, Währung und Religion (protestantisch), an sich wie im ganzen Preußen königlichen Anteils, nur war Danzig eben durch seine finanziellen und militärischen Mittel in der Lage, seinen Status erfolgreich zu verteidigen.
Die Aussage "die polnischen Denkmalpfleger suchten aus historischen Abbildungen vorrangig solche Fassaden heraus" ist auch nicht korrekt, an einigen wenigen Stellen mit herausragenden Bauten wurden diese aufwendiger und schöner nachgebaut, ohne auf Exaktheit zu achten, beim Rest reichte es maximal zu einer groben Nachbildung der Vor-Purizifizierungsfassade, sonst nur zu generischen Phantasie-Fassaden, die sich ständig wiederholen (oder im besten Fall zu aufwendigen Neuerfindungen). Es geht also nur um die Lage in der Stadt und nicht um irgendeine Epoche.
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Vielleicht könntest du es einfach im nichtöffentlichen Bereich in Form von Screenshots zeigen.
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Ja, der Plärrer ist schon eine der häßlichsten Ecken in Nürnberg, die südlich daran anschließende Bebauung recht gemischt, teilweise wirklich häßlich, teilweise (Gostenhof) etwas dubios, aber noch erhalten.
Immerhin gibt es in einer Seitenstraße das empfehlenswerteste Ibis Budget, außen häßlich, innen top saniert.
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Wiesentheid mit Schörnborn-Schloss und großartiger Pfarrkirche, das Castellsche Schloss zu Rüdenhausen, Castell selbst (bin ich bisher nur durchgefahren...) oder auch Gerolzhofen (fehlt mir auch noch) und Ebrach (dito). Und nach Dettelbach, Sommerach oder Volkach sind es auch nur ein paar Kilometer.
Ja, absolut großartige Gegend, von Veitshöchheim bis Volkach kommt ja ein toller Ort nach dem anderen. Gerolzhofen und Ebrach fehlen mir auch noch, den Rest habe ich schon besucht und meist auch schon fotografiert, bei meiner Rollertour 2023 allerdings leider aus Platzgründen nur mit dem Handy.
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Wahrscheinlich wird damit die gute Anbindung an den neuen Busbahnhof auch mit ausgezeichnet, wirklich besonders positiv aufgefallen ist er mir nicht.
Mein Bahnhof des Jahres ist der in Halle, allein schon aufgrund der Architektur, des angenehmen Umfelds und der netten Leute und Einkaufsmöglichkeiten.
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Gut, Bayern endet ja für manche auch an der Donau, da habe ich gerade nochmal Glück gehabt (halber Kilometer weit weg).
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Schäbig war Ludwigshafen schon bei meinem Erstbesuch 1990, aber die durch die Politik mitverursachte Krise bei BASF schlägt jetzt natürlich voll durch. Gemeinsam mit Mannheim sicher der unschönste Ballungsraum im Süden.
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Ja, das war falsch formuliert, ich meinte: man kann die architektonische (Zukunfts-)Entwicklung Stuttgarts leider vergessen.
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Na ja, das wundert mich nicht wirklich, es wäre wohl sowieso nichts brauchbares dabei herausgekommen. Architektonisch kann man Stuttgart leider weitgehend vergessen (war erst vorletztes Wochenende dort).
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Super, vielen Dank, da war ich letzten August auch als Ausflug von Wiesenbronn aus, schönes Städtchen, habe ich auch fotografiert, aber nur viel oberflächlicher als du.
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Was Berlin betrifft - ich war ja erst vor ziemlich genau 2 Wochen wieder dort und habe bewußt auf den Zustand des öffentlichen Raums geachtet. Wenn wir mal die allseits bekannten Problembezirke (die vielleicht 5 % ausmachen) weglassen, macht Berlin jetzt keinen herausragend schmutzigen oder ungepflegten Eindruck, die diversen Bahnhöfe wirkten sogar recht gepflegt und modern.
In Sachen Graffity sowie ungepflegter bis ruinöser Bebauung dürfte da tatsächlich Polen vorn liegen, wobei es angesichts der teilweise extrem chaotischen Neubebauung offensichtlich auch gar keine Bebauungpläne zu geben scheint (z. B. war mein Appartmentblock in Breslau sehr schön und neu, das Umfeld aus verfallenden Altbauten, kommunistischer Platte, Brache und eben völlig unpassenden Neubauten war da fast schon typisch).
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Also, dort ist eben auch nicht mehr viel los, wodurch die Leerstandsquote im Einzelhandel dann auch nicht eklatent verbessert wird.
Ich muß gestehen, daß ich selbst daran ein wenig schuld bin, weil ich fast nur noch im Internet einkaufe, abgesehen von Lebensmitteln.
Allerdings waren meine Einkaufversuche auch fast immer enttäuschend, da wird für eine Fleece-Jacke der doppelte Preis im hiesigen Sportgeschäft aufgerufen (verglichen mit Amazon), und die Verkäuferin saß vorher im Rewe an der Kasse (also nichts mit Beratung und Fachwissen). Von Läden wie dem Media Markt mal ganz abgesehen, die teilweise tatsächlich Preise über der unverbindlichen Preisempfehlung fordern.
Teilweise ist man auch noch ziemlich arrogant, z. B. war ich in einem Fachgeschäft für Büroausstattung und wurde da als Interessent für den Kauf eines einzigen Bürostuhls überhaupt nicht ernst genommen. Habe ich dann direkt auf der Vitra-Website bestellt und individuell konfiguriert, zum Glück ist man ja nicht mehr auf einen Händler als Vermittler angewiesen.
Einkaufen im Laden fand ich aber schon früher nie so besonders, z. B. war man in einem großen Fahrradgeschäft in Ingolstadt schon in den 80ern zu faul, für mich Shimano-Armaturen zu bestellen, da war dann der Versandhandel Brügelmann in Frankfurt die Rettung, noch so richtig altmodisch mit gedrucktem Katalog und Postkarten für die Bestellung. Hat aber wunderbar funktioniert, leider gibt es den Anbieter nicht mehr. Oder ich bekam mal im WOM einen Rüffel, weil ich es wagte, eine CD-Box zur Vorspieltheke zu bringen - "die sind nämlich zum Verkaufen dar, nicht zum Anhören!"
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Posen, auch sehr schön, hier das Rathaus:

Zugehöriger Platz:

Jesuitenkolleg, das meinte ich mit Artefakten:

Garten Kaiserliches Schloß:


Bernhardinerkirche:

Und nicht zu vergessen - die fünf Hochhäuser, im letzten war mein Hotel untergebracht:

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Ich habe jetzt auch einige, teilweise surreal verfremdet wirkende KI-Visualisierungen erstellt, allerdings auf Basis eigener Fotos vom letzten Wochenende und mit Luminar Neo, einem KI-gestützten Bildbearbeitungsprogramm (habe ich gekauft und arbeitet lokal auf meinem Rechner).
Verwendet habe ich das Preset "Mehr Volumen" in Maximaleinstellung, um den trüben Fotos bei schlechtem Wetter ein neues Erscheinungsbild zu verleihen.
Da das ganze nicht so ernst zu nehmen ist, habe ich einen gemeinsamen Strang für beide Städte angelegt. Würde man die exportierten Fotos aus DxO Optics dezent überarbeiten lassen, kämen wohl tatsächlich vorzeigbare Ergebnisse dabei heraus. Etwaige Artefakte habe ich bewußt belassen, es ist die Direktverarbeitung der RAW-Dateien meiner Canon EOS RP.
Zunächst einmal die reale Wettersituation - trüb, teilweise kurzer Nieselregen. Dafür ein erfreulicher Anblick - Sächsisches Palais und Brühlsches Palais kommen tatsächlich. Es gibt auch ein Banner mit dem sinngemäßen (polnischen und) englischen Text "we are building what should not have been destroyed".


Jetzt die KI-gestützt überarbeiteten Fotos aus Warschau. Ich verwende die deutschen Ortsbezeichnungen in Ermangelung von Polnischkenntnissen.
Platz der drei Kreuze:

Wie gesagt, eigentlich müßte der Himmel einfarbig grau sein. Die Wolken sind künstlich erzeugt worden, man kann sogar verschiedene Wolkenarten auswählen.
Selber Platz, St.-Alexander-Kirche:

Neue Welt, Blick nach Norden:

Praga:

Nochmals Praga, das Schild hatte natürlich keine aufgemalten Wolken:

Etwas weiter südlich, Sächsischer Werder:

Posen kommt dann im nächsten Beitrag.
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Ich habe zwar meinen Architekturführer gerade nicht zur Hand, könnte mir aber vorstellen, daß man da nicht ohne größere Arbeiten darin wohnen kann, schließlich waren es ja Behelfsbauten, die im Kriegsfall zerlegt und abtransportiert werden sollten. Dämmung oder Komfort wird es da nicht geben.