Beiträge von Stahlbauer

    Was fällt auf dem Gemälde "Das blaue Leipzig" des Mahlers Wolfgang Mattheuer auf?


    506719678_10005266639562570_1677894626652625826_n.jpg?_nc_cat=105&ccb=1-7&_nc_sid=13d280&_nc_ohc=I_FA-EKsle8Q7kNvwEqWMTI&_nc_oc=AdoecJpXf3EorCn8-LYxVtQwKVjqaE5sf9ZShYuL2W5YeLxJFwZdjoeLgeiB718gj2G5WFxbXNQ-0-Epa6cq3pmD&_nc_zt=23&_nc_ht=scontent-fra3-1.xx&_nc_gid=zsMAzufnxjXsSSTj4Prglg&_nc_ss=7a30f&oh=00_Afy8AkqiWZH1KEK88fW479GMYM1_jyz795KK9sDUmhkCmA&oe=69CD6F16

    Dazu weiß die KI zu berichten:

    Zitat

    Die Kondensstreifen können in diesem Kontext wie folgt gedeutet werden:

    • Symbol der Mobilität und Flucht: In der DDR waren Flugreisen in den Westen für die Mehrheit der Bevölkerung unmöglich. Die Spuren der Flugzeuge am Himmel stehen daher für eine Welt, die zwar sichtbar, aber physisch unerreichbar bleibt.
    • Kontrast zur Statik: Während die Stadt Leipzig im blauen Dunst fast erstarrt oder wie in einer „Glocke“ gefangen wirkt, symbolisieren die dynamischen Linien am Himmel Bewegung und den Aufbruch in eine andere Realität.
    • Technisierung der Idylle: Die Streifen brechen die romantische Anmutung der „Weltlandschaft“ auf. Sie markieren den Einbruch der modernen, technisierten Welt in die scheinbar zeitlose Natur und unterstreichen die künstliche, fast bühnenhafte Atmosphäre des Bildes.
    • Metapher für das Ungefähre: Wie viele Motive bei Mattheuer (z. B. der Horizont oder Wege) sind auch die Kondensstreifen „Bildmetaphern“ für die gesellschaftspolitische Situation der DDR. Sie stellen die Frage nach dem Ziel und der Richtung eines Weges, der sich hier im Unendlichen verliert.

    Zusammenfassend verstärken die Kondensstreifen die melancholische Grundstimmung des Bildes: Sie sind Zeichen einer Welt „hinter den sieben Bergen“, die für den Betrachter ein bloßer Tagtraum bleibt.

    Merkwürdig. Für uns waren das Kondensstreifen von Kampfflugzeugen, die über uns den Luftkampf übten. Zivile Flugzeuge hinterlassen gerade, leicht geschwungene Kondensstreifen am Himmel.

    Im Rückblick war es eine verrückte Zeit. An der Berliner Mauer mit der Reichsbahn entlang zu fahren war beklemmend. Hier mal die Sicht von "sirius":


    Laut Abkommen übten die vier Siegermächte die gemeinsame Kontrolle über die Stadt aus, deshalb gab es die alliierte Kommandantur, in der sie gemeinsam saßen. Nach der Berlin-Blockade 1948 verließen die Sowjets zwar diese Behörde, aber aus westalliierter Sicht wurde der Viermächtestatus dadurch nicht aufgehoben und galt weiterhin bis zu den Zwei-plus-Vier-Verträgen. Der Status wurde im Laufe der Zeit von der östlichen Seite aber nicht mehr voll anerkannt. Allerdings ging man nicht so weit, dass DDR-Verteidigungsministerium in Ost-Berlin zu installieren, sondern richtete den Sitz wegen des Viermächtestatus in Strausberg ein. Trotz des Verlassens der alliierten Kommandantur durch die Sowjets 1948, kontrollierten die vier Siegermächte in der Flugsicherheitszentrale im Alliierten Kontrollratsgebäude weiterhin gemeinsam den Luftraum von Berlin bis 1991 und übten auch gemeinsam die Kontrolle über das Gefängnis in Spandau bis 1987 aus. Es gab regelmäßige Proteste der drei westlichen Alliierten, wenn z.B. in Ost-Berlin Militärparaden der NVA am 7.Oktober stattfanden. Wenn sie gewollt hätten, ihre Rechte bzw. den Status der Stadt aus ihrer Sicht durchzusetzen, hätten die drei westlichen Alliierten am 7. Oktober mit Militärfahrzeugen auf die Karl-Marx-Allee fahren und sich dort quer über Straße stellen können, um die NVA-Militärparade zu verhindern oder zu stören. Diese Konfrontation wollten sie natürlich nicht, denn sie saßen wegen der Insellage West-Berlins am kürzeren Hebel, wie die Blockade 1948 gezeigt hatte, und eine Wiederholung dieser Ereignisse war nicht in ihrem Interesse. Die Sowjets waren da weniger zimperlich bzw. in einer komfortableren Lage, um den Status Gesamt-Berlins durch Störungen zu verdeutlichen, als sie z.B. während einer einmaligen Tagung des Bundestages in Westberlin mit Militärjets im Tiefflug über das Gebäude flogen. Es ist nicht bekannt, dass die westlichen Alliierten ähnliches über dem Palast der Republik machten, wenn dort die Volkskammer tagte.

    Neulich soll es in Bayern zu Beunruhigungen gekommen sein. Jets hatten die Schallmauer durchbrochen. Mit Überschallknallen bin ich aufgewachsen. Wie sich die Zeiten geändert haben. ;)

    Die Problematik ist mir bewusst. Als einfacher Ingenieur werde ich keine diffizilen diplomatische Fragen diskutieren. Von einer (ehemaligen) Besatzungsmacht ist Deutschland noch immer abhängig.


    Wie wäre aber die heutige Situation, wenn die Russen ihre STANDORTE IN DEUTSCHLAND noch immer nutzen würden?

    Da die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland im Alltag mehr als präsent war, waren wir uns der Gefahren sehr wohl bewusst:

    In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es in Altengrabow, Kapen bei Dessau, Wurzen, Halle, Altenhain, Torgau und Zeithain Standorte mit Kernwaffenlagern für Raketentruppen und Artillerie. Alle diese Lager wurden bis spätestens Juni 1991 leer geräumt. Zeithain, Altengrabow und Altenhain tatsächlich erst im Juni 1991, die anderen vermutlich ab 1989/90 – genaue Zahlen liegen für diese Standorte nicht vor. Auch an den Fliegerstandorten Großenhain und Altenburg gab es für Atombomben in Flugzeugen bestimmte Kernwaffen, die ebenfalls erst im Juni 1991 abgezogen wurden. Zwischen 1983 und 1988 gab es zudem im Raum Königsbrück und Bischofswerda temporäre Lager für die Nuklearsprengköpfe der Mittelstreckenraketen SS-12. Diese Sprengköpfe wurden im Februar 1988 im Rahmen des Mittelstreckenraketen-Abrüstungsvertrags abgezogen.

    Die Ziele dieser Atomwaffen lagen im Westen. Leipzig war besonderes Ziel amerikanischer Atomwaffen. Die Sowjetunion war nach dem 03.10.1990 im Umbruch, um nicht von Chaos zu sprechen. Das war alles weit weg von Deutschland und scheint daher nicht bewusst wahrgenommen worden zu sein. Aber noch immer lagerten russische Atomwaffen in Deutschland...

    Zu einem speziellen Problem habe ich mal die KI befragt:

    Deutschland wurde erst am 03.10.1990 wirklich souverän.


    csm_Gedenktafel_Kaiserswerther_Str_16-18__Dahl__Alliierten_Kommandatura_eadf55878d.jpg

    Das Wikipedia-Foto soll 2020 aufgenommen worden sein. Bei diesem Gebäude sollten wir nicht zu hohe Erwartungen haben, da der ruinöse Zustand die Folge von "Sanierungsarbeiten" ist.

    Vermutlich um eine hohe Rendite zu erzielen, soll versucht worden sein, eine TIEFGARAGE unter dem Gebäude zu errichten. Das scheint völlig missglückt zu sein. Nur mit Hilfe eines EXOSKELETTS  konnte das Gebäude gesichert werden. Von der Originalsubstanz dürfte nach so vielen Jahren nur noch wenig übrig geblieben sein.

    Zugegebenermaßen bin ich kein wirklicher Kunstsachverständiger. Hin und wieder muss ich mich berufsbedingt doch damit befassen. Öffentlich würde ich mich in Kunstdingen nicht positionieren wollen. Vieles ist mir einfach fremd.


    Erinnerungsbeauftragte haben da offensichtlich weniger Scheu.


    Zitat

    Wenn es nach dem Eigentümer des Geländes, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, sowie der Erinnerungsbeauftragten der evangelischen Kirche in Spandau, Gudrun O’Daniel-Elmen, geht, soll der Adler aber bald die Flatter machen. Denn, das Aufstellungsjahr deutet es dezent an, die Figur wurde ursprünglich als „Denkmal der nationalen Erhebung“ erschaffen und aufgestellt. Womit natürlich die nationalsozialistische Machtübernahme gemeint war.

    „Nachdem ich mir die Skulptur inmitten der Wohnsiedlung Lüdenscheider Weg 2-4 endlich einmal selbst angesehen hatte, war ich entsetzt, daß dieses martialische Nazi-Machwerk bis heute einen Spielplatz inmitten einer Wohnsiedlung ’ziert’“, sagte O’Daniel-Elmen kürzlich dem Tagesspiegel.


    Eine Skulptur (von lateinisch sculpere „schnitzen, meißeln“) ist ein dreidimensionales Werk der bildenden Kunst, das durch Abtragen von Material wie Holz oder Stein entsteht. Anders als die Umgangssprache unterscheidet die Fachsprache die Skulptur klar von der Plastik, die durch die Formung des Materials (z. B. Ton) entsteht.[1]

    Davon können Flachlandtiroler wie ich nur träumen. Der hiesige höchste "Berg" ist -wie fast alle "Berge" um Leipzig, eine Halde:

    ...Die Halde Trages liegt etwa 20 Kilometer südsüdöstlich des Zentrums von Leipzig zwischen den Dörfern Mölbis, Trages und Thierbach sowie dem Gelände des ehemaligen Kombinats Espenhain.

    Die Halde hat annähernd die Form eines gleichseitigen Dreiecks. Die drei Basiskanten des Haldenkörpers haben im Mittel eine Kantenlänge von etwa 2,2 Kilometern. Das ergibt eine Grundfläche von zirka 200 Hektar. Die Kanten des Plateaus, das ebenfalls in etwa die dreieckige Form der Grundfläche hat, sind ungefähr 1,1 Kilometer lang. Die maximale Höhe des Plateaus über der Haldenumgebung beträgt 66 Meter bzw. 231 Meter über NN; damit wird die Halde zum Beispiel vom Collmberg (312 m) und Löbenberg (240 m) überragt...

    Die Rundumsicht gestattet bei entsprechenden Wetterbedingungen Fernsichten bis ins Erzgebirge, das Thüringer Holzland und zum Petersberg bei Halle.

    Seit 1990 befindet sich die Halde im Besitz eines privaten Forstbetriebes, der die forstliche und jagdliche Betreuung des Haldenwaldes übernommen hat...

    Meine Söhne wohnen beide in bzw. bei Augsburg.

    Immerhin stört es kein städtebauliches Gefüge, da es wohl auf freiem Feld oder am Ortsrand steht

    Gefährliches Terrain!

    Das Museum steht am Rande des damaligen Schlachtfeldes. Das Gerücht, dass Schweden das Gelände gekauft hätte, dieses quasi "exterritorial" sei, hält sich hartnäckig. Absicht der Schweden soll sein, dass Schlachtfeld frei von störender Bebauung zu halten. Die Stadtverwaltung dementiert das:

    Bei den gelegentlichen Behauptungen, das Grundstück gehöre dem schwedischen Staat oder sei gar exterritoriales Gebiet, handelt es sich um eine moderne Legende. Tatsächlich wurde die Gedenkstätte von 1932 bis Mitte der 1990er-Jahre von der privaten schwedischen Stiftelsen Lützenfonden (Lützenstiftung) mit Sitz in Göteborg betrieben. Seither sorgen die Stiftung und die Stadt Lützen gemeinsam für den Unterhalt.[13]


    Bei streetview ist das Problem gut zu erkennen. Aber auch ein anderes:

    Zitat

    Gustav-Adolf-Gedenkstätte

    Gleich nach der Schlacht bei Lützen vom 6./16. November 1632 wurde an den Todesort des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf ein großer Findling gerollt. Über 200 Jahre war er die einzige Erinnerung an den König. 1837 bekrönte man den Stein mit einem von Schinkel entworfenen Baldachin. Im Jahre 1906 begann der Bau der Gustav-Adolf-Gedächtniskapelle. Nach nicht einmal einem Jahr Bauzeit wurde die Kapelle eingeweiht. Zwei aus Dalarna kommende Holzhäuser (1932 und 1982) komplettierten die Gedenkstätte. In einem ist ein kleines Museum eingerichtet.

    Der Neubau stielt den historischen Gebäuden die Show.

    Und wenn wir schon dabei sind, stelle ich mir doch gleich die Frage, ob es nicht in Merseburg genauso ist und der dortige Dom auch keiner ist. Auch hier wird die klassische Erwartungshaltung nicht erfüllt.

    Das Bistum Merseburg hat die Geschichte Mitteldeutschlands mitgeprägt. Der Dom zu Merseburg ist historisch interessant. Sein Erbauer, der als Chronist bekannte Bischof Thietmar von Merseburg, berichtet, dass Otto I. vor der Schlacht auf dem Lechfeld das Gelübde abgegeben haben soll, im Falle eines Sieges in Merseburg einen Dom errichten zu lassen. Kaiser Heinrich der II. war bei der Domeinweihung anwesend. Dann wären da noch die Merseburger Zaubersprüche - heidnische Beschwörungsformeln in Althochdeutsch.


    Bei mir war es übrigens genau das Gegenteil. Da ich nur die vierspurige B 91, die die Chemiebetriebe von Leuna und Schkopau verbindet, kannte, war ich doch positiv überrascht.

    Und somit sind wir auch schon am Domplatz angelangt, wobei der Dom nicht unbedingt klassische Erwartungshaltungen erfüllt - relativ niedrig (18 Meter), eher schlicht, ohne Turm und fast schon versteckt

    Das Erzbistum Magdeburg hat seinen Sitz in Magdeburg. Dort befindet sich ja auch der "Dom". Kardinal Albrecht von Brandenburg wollte Halle/Saale aufwerten und hat viel abreißen und bauen lassen. Der hallische Dom wurde vom Bettelorden der Dominikaner errichtet. Kardinal Albrecht hat die Dominikaner "umgesiedelt": Um die schlichte Bettelordenkirche aufzuwerten, ließ Kardinal Albrecht die "welschen Giebel" aufsetzen. Die wirken noch heute wie Fremdkörper. Aber der landläufig genutzte Titel "Dom" hat sich nach Kardinal Albrechts Abgang nach Aschaffenburg bis heute gehalten.

    Ab hier (Google maps) kann man übrigens um das Gebäude herum laufen und noch zwei weitere Bullaugen sehen. Die hohen, schmalen Fenster an den Längsseiten scheinen wie zugemauert, aber es sind originale Vermauerungen, da auch sie mit einem Backsteinmuster versehen sind. Die Fenster des Nebenbaus (Eingang und Büro?) zeigen aber jüngere Ausmauerungen.

    Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich mir Halle/Saale genauer angesehen habe. Die Brachen scheinen aber nicht weniger geworden zu sein: https://maps.app.goo.gl/f4xoufxvaX2LvUgh9


    Ist das nicht das Areal, auf dem der Bund das Zukunftszentrum bauen möchte? https://zukunftszentrum-halle.de/die-gruende-fuer-halle

    Das Museum zur Geschichte der Stadt Samarkand ( https://samarkandmuseum.uz/en/muzei-dlya-…ity-of-afrosiab) befindet sich nicht weit entfernt vom Registan.


    Die Hügel (https://maps.app.goo.gl/xNPnrm46Jsswmxwf9 ) sollen die Überreste der -wir würden vermutlich sagen "mittelalterlichen" - Stadt sein. Irgendwann hat ein Herrscher -oder eine Dynastie- Samarkand zur Blüte gebracht. Dann kam ein anderer Krieger und hat alles zerstört. Tatsächlich findet man Keramikscherben im Lehm (https://maps.app.goo.gl/cZFqZs7WDDiSbQjb6 ) der zerfallenen Gebäude.

    Am solidesten -im Sinne von dauerhaft- scheinen mir noch die Gebäude aus der Zarenzeit und der Sowjetzeit zu sein. Die kleinen Wohnhäuser hat wohl kein Architekt entworfen. Übertrieben gesagt: Die meisten gestalterischen Ideen sind regelmäßig in das Eingangstor geflossen. Eine ganze Schlosserzunft "gestaltet" Hoftore. Innen wiesen die Wohnhäuser, die wir besucht hatten, große Räume auf, die wiederum nur sparsam möbliert waren. Zum Essen wurde sich auf den Boden gehockt.


    Die Städte ähnelten sich. Der Einfluss der Russen wirkt erkennbar bis heute fort Irgendjemand hat die zentralasiatischen Staaten einmal als Sowjetistan bezeichnet. Almaty in Kasachstan ( https://www.deutsches-architekturforum.de/thread/8062-al…-welt/?pageNo=2) ähnelt Taschkent, Moskau etc. Die offene Verlegung von Gasleitungen, die immer gelb gestrichen (https://maps.app.goo.gl/ueu4TAzJELAban6b6 ) waren, scheint aus sowjetischen Zeiten übernommen zu sein.