Geisenheim (Allgemeines)

  • In der hessischen Hochschulstadt Geisenheim wurde für das Getränketechnologische Zentrum ein neuer Hochschulbau realisiert. Da kriegt man ja Depressionen wenn man dort studiert.


    Zitat

    Das Foyer erscheint mit hellen Terrazzoplatten, viel Sichtbeton und flächenbündigen Holzverkleidungen. Das dunkle Grün der Hörsaalbestuhlung beweist dabei fast schon Retrocharme. Im Obergeschoss sowie im benachbarten Neubau gibt es weitere Seminarräume. Im Logistikgebäude sind außerdem noch Labore und Büros untergebracht. Insgesamt umfassen die beiden Bauten rund 4.700 Quadratmeter Bruttogrundfläche.


    Beton und Holz, Kaffee und Sekt - Hochschulbau in Geisenheim von Bez+Kock Architekten

  • Da kriegt man ja Depressionen wenn man dort studiert.

    In der Tat. Eine Zeitreise in die 70er, nur abgespeckt und deutlich langweiliger. Damals hat man noch etwas mehr Wert auf etwas Kunst am Bau und Design gelegt. Der Mensch ist in einem solchen Gebäude nur noch eine Funktions-Ameise. Und des Sichtbeton-Wahns sind sie immer noch nicht überdrüssig. Womöglich muss die aktuelle Architektengeneration erst aussterben, damit sich das ändert und hoffentlich möglichst viel von dem Schrott wieder abgerissen wird.

  • Fehlen nur noch ein paar runzlige Aluminiumplatten zur Verzierung, und die Aula des Neubau-Gymnasiums, das ich als Jugendliche besuchte, wäre perfekt getroffen. Der Frühsiebziger-Brutalismus feiert fröhliche Urständ. Fehlt nur noch, daß der Waschbeton wieder in Mode kommt.

    Einmal editiert, zuletzt von Loggia (17. November 2025 um 18:15)

  • Das einzig hoffnungsvolle daran ist, dass es auch wir, trotzdem wir in solchen Dystopien Teile unserer Jugend zubringen mussten, geschafft haben, nicht abzustumpfen, uns davon innerlich zu befreien und den Weg des Schönen, Wahren, Guten zu finden. :blumen: