Lauffen am Neckar (Galerie)

  • Lauffen am Neckar liegt etwa 30km nördlich von Stuttgart sowie knapp 10km südlich von Heilbronn und hat etwa 12000 Einwohner.

    Nachfolgend einige Aufnahmen zur Stadt vom Oktober 2024.

    Vom Bahnhof geht es zum westlich des Neckars gelegenen Teil der Altstadt, ehemals Lauffen-Dorf.

    Sonnenstraße, Ecke Bergstraße, von 1731:

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    Kirchstraße und Pfarrkirche St. Regiswindis

    Kirchbergstraße:

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    Diakonat und Lateinschule, der Eingang von ersterer über eine Brücke vom Kirchhof über die Kirchbergstraße hinweg.

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    Kirchbergstraße 7 (17. Jahrhundert)

    Es geht die Straße hinunter zum Neckar:

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    Gemeindebackhaus vom Anfang des 19. Jahrhunderts, betrieben bis 1951.

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  • Lange Straße 12, links die Nr. 10, beide Mitte 18. Jahrhundert.


    Lange Straße, Ecke Stuttgarter Straße

    Es geht zum westlichen, linken Ufer des Neckars.



    Regiswindiskirche und -kapelle (folgen noch später)

    Blick über den Neckar zur Burg:


    Rückseiten von Häusern an der Mühltorstraße zum Neckarkanal, von der Neckarbrücke aus gesehen.


    Blick von der Brücke zur Pfarrkirche ...

    und zur Burg, über den Neckarkanal hinweg:



    Fortsetzung folgt...

  • Es geht weiter östlich des Neckars in Lauffen-Stadt, dem sogenannten Städtle.

    Die nach Osten zu ansteigende Hauptachse vom Städtle ist die Heilbronner Straße.

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    Heilbronner Straße 4 in der Bildmitte, dendrochronologisch datiert 1502, ist eines der bedeutenderen aktuell leer stehenden Gebäude Lauffens. Rechts zweigt die Mühltorstraße ab, mit den Hausnummern 1 ("Erkerhaus") und 3 (folgen später).

    Wer Interesse an der Heilbronner Straße 4 hat...:
    Lauffen am Neckar - Städtische Immobilienangebote

    74348 Lauffen am Neckar, Heilbronner Straße 4 - Regierungspräsidien Baden-Württemberg


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    Eines der bekanntesten Gebäude Lauffens ist das Gasthaus Weinstube Sonne (Nr. 5) von 1677, auf der letzten Aufnahme bereits im Hintergrund links zu sehen.

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    Derzeit auch leer stehend ist die Nr. 11 (rechts im Bild), ehemals Gasthof Metzgerei Goldenes Lamm, aus dem 17./18. Jahrhundert.

    Microsoft Word - Heilbronner Str. 11.docx (pdf)


    Eines der ältesten Gebäude Lauffens auf der anderen Straßenseite, auch nicht gerade im besten Zustand, ist die Nr. 22, laut Tafel am Haus aus dem 15./16. Jahrhundert:

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    Nahebei eines der beiden erhaltenen Stadttore, das Alte Heilbronner Tor (Unteres Tor) aus dem 13. Jahrhundert, der Durchgang ist seit 1805 geschlossen:

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    Stadtseite, Blickrichtung Süd

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    Lauffen am Neckar - Altes Heilbronner Tor

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  • Es geht weiter die Heilbronner Straße hinauf.

    Die Nr. 38 ist der sogenannte Vogtshof:

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    Wir wechseln wieder die Straßenseite:

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    Nr. 23/25 und 27

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    Nr. 29, das sogenannte Alte Gefängnis, das Häusle über einem Rundturm der ersten Stadtbefestigung errichtet.

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    Die Nordseite vom Alten Gefängnis von unten, ein wenig verwachsen. Das Städtle fällt vergleichbar dem nahen Besigheim nach Norden zum Neckar hin ab.

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    Die Hausnummern 33 (von 1599) und 35

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    Nr. 39 links ist die Alte Kelter, in der Mitte das Doppelhaus Nr. 41/43


    Den östlichen Abschluss der Heilbronner Straße bildet das Neue Heilbronner Tor (Oberes Tor) von 1772/73:

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    Stadtseite, Blickrichtung Ost

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    Feldseite. Im Hintergrund der Turm der Martinskirche.

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    Mit Häusern teilweise überbaute Stadtmauer im Südosten, rechts das Neue Heilbronner Tor.

  • Dieses letzte Bild mit der überbauten Stadtmauer ist ja richtig ikonisch! Sowas gab es wohl auch andernorts öfter (Bernau bei Berlin fällt mir dazu ein), aber so richtig erhalten geblieben ist es wohl nur hier. Lauffen gehört möglicherweise zu den Orten, die selten mal stark gewachsen sind - sonst hätte man die Stadtmauer an dieser Stelle bestimmt abgerissen. (Auf die Idee komme ich, weil ich das Quedlinburger Stadtbild so sehr harmonisch-gewachsen empfunden habe, bei dem ebenso die alten Teile erhalten sind und die neueren Viertel außerhalb der Altstadt eben neue Viertel sind, wodurch es immer geschlossene Straßen/Bebauungsgebiete in einem Stil gibt, und nicht so diesen "kontrastreichen" Mischmasch wie sonst überall)

  • Überbaute Stadtmauern gibt es aber schon mehr. Das Städtle fällt nach Norden und Süden ziemlich ab, da war eine Erweiterung nur unterhalb, zum Neckar hin, möglich bzw. nach Osten.


    Nochmals südseitige Stadtmauer vom Städtle, oberhalb der Mühltorstraße:

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    Diese sehr eindrucksvolle Ansicht aus der Ferne habe ich leider verpasst (bei einem etwaigen nächsten Mal...):

    Lauffen am Neckar - Wall


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    Feldseite vom Alten Heilbronner Tor

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    Links im Bild das sogenannte Obere Schloss. Dieser gut erhaltene Teil der Lauffener Stadtmauer ist leider unterhalb zur Mühltorstraße weitestgehend verbaut, so dass von der Straße aus sich kaum noch brauchbare Ansichten ergeben (aber: siehe Link oben). Nebenbei, zwischen der Mühltorstraße und der Schleuse Lauffen ist ein Neubaugebiet vorgesehen.


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    Blick zum Oberen bzw. Alten Schloss, ursprünglich 13. Jahrhundert, abgebrochen 1697/98, das heutige Gebäude stammt von 1807.

    Lauffen am Neckar - Oberes Schloss


    Es geht nochmals ins Städtle, in die Mühltorvorstadt entlang der Mühltorstraße:

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    Nr. 27 das Wohnhaus am Drittelhof, ursprünglich 17./18. Jahrhundert, die Obergeschosse 1986 neu errichtet. Hier stand einst das Mühltor.

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    Nr. 23/25, ein Doppelwohnhaus, der sogenannte Drittelhof, zu dem noch drei auf der Stadtmauer aufsitzende Scheunen gehörten.

    Lauffen am Neckar - Drittelhof

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    Nr. 11

    Nr. 9, im Hintergrund der Drittelhof von Norden:

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    Nr. 7

    Zitat

    Das imposante Haus stammt im Kern aus dem 17. Jh. und bildete mit den umliegenden Gebäuden und Scheunen eine der größten privaten Hofanlagen in der Stadt, im frühen 18. Jh. im Besitz von Johann Jacob Moser. Bei dem Kulturdenkmal handelt es sich um ein drei Stockwerke umfassendes Fachwerkhaus in Kopflage mit zwei massiven Untergeschossen. Ein traufseitig am Obergeschoss abgeschleppter Erker dient als Überdachung des Einganges mit doppelläufiger Treppe. Das gut erhaltene Anwesen erlaubt einen Eindruck von der repräsentativen Wohnbebauung am ehemaligen Marktplatz als Kopfbau am Übergang zur Mühltorvorstadt.

    Lauffen am Neckar - Wohnhaus einer Hofanlage


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    Nr. 7, Hofseite

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    Mühltorstraße 8 aus dem 17. Jahrhundert, ehemals Gerberei.

    Zitat

    1950 wurde der Betrieb wegen der Einleitung von Gerbereiabwässern in den Neckar aus Umweltschutzgründen geschlossen.

    Lauffen am Neckar - Gerberei


    Nr. 1 und 3, angeschnitten rechts die Nr. 5, derzeit leer stehend:

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    Erkerhaus (Mühltorstraße 1)

    Zitat

    Das Gebäude mit dem markanten, namensgebenden Erker ist wohl erst nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) entstanden. Im Jahr 1651 wurde das Haus erstmals unter dem Namen „Erkerhaus“ erwähnt.
    Das Gebäude veranschaulicht das Wohnen des gehobenen Bürgertums im 17. Jahrhundert: Nach dem Neubau des Hauses in der Nähe des ehemaligen Marktplatzes wurde es von Honoratioren wie einem Stadtschreiber und einem Bürgermeister bewohnt. Das eindrucksvolle Fachwerk wurde im Rahmen einer aufwendigen Sanierung im Jahr 1973 freigelegt.

    Lauffen am Neckar - Erkerhaus

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    Das Erkerhaus zusammen mit der weiter oberhalb bereits vorgestellten, derzeit leer stehenden Heilbronner Straße 4.


    Es geht ein letztes Mal über die Heilbronner Straße, rechts die Nr. 3. Es folgen Rathausstraße 2 und 4 (links):

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    Und abschließend für heute noch eine Ansicht vom nordseitig zum Neckar hin abfallenden Städtle mit dem Badbrunnenweg und Rückseiten von Gebäuden der Heilbronner Straße, etwa in der Mitte die Rückseite der weiter oben bereits vorgestellten, derzeit leer stehenden Nr. 11. Links ein Neubau, da wurde offensichtlich die hier noch in der Denkmalliste aufscheinende Nr. 21 abgerissen:

    500px-Lauffen_am_Neckar_Heilbronner_Straße_21_20110123.jpg (500×767) (Aufnahme von 2011)

  • Lauffen hat ja eine bemerkenswerte siedlungsgeographische Situation. Der westlich des Neckars gelegene Teil "Dorf" scheint wohl der heutige sozioökonomische Schwerpunkt der Stadt zu sein. Dem gegenüber, sowohl in topographischer als auch in sprachlicher Hinsicht, erscheint die kleine, winzig anmutende Altstadt ("Städtle") wie eine im Stadtgefüge völlig untergeordnete Vorstadt ohne geschäftliche Bedeutung. Täuscht das oder stellt es sich in realita auch so dar?

    Lauffen habe ich seit jeher als wesentlich größer und bedeutender im Bewusstsein.

  • Das ist schon so. Lauffen ist in erster Linie nach Westen gewachsen. Die Trennung in Dorf und Stadt bestand im übrigen bis 1914. Dazwischen liegt die Burg auf einer Neckarinsel. Der ältere Stadtteil ist das Dorf mit dem Siedlungskern um die Regiswindiskirche. Und ein Dörfle gab es etwas nördlich auch noch.
    Laut Wikipedia hat sich der Neckar erst 400 bis 100 v. Chr. einen Weg durch den Lauffener Umlaufberg gebahnt. Davor floss der Neckar in einer Schleife westlich um den Berg herum. Der Stadtname geht entsprechend auf die Stromschnellen im neuen Flussverlauf zurück.

    Auch ganz interessant im Zusammenhang mit Lauffen am Neckar:

    Zitat

    In Lauffen am Neckar begann die weltweit erste Fernübertragung von Wechselstrom: Michail von Dolivo-Dobrowolsky und Oskar von Miller konstruierten für die Internationale Elektrotechnische Ausstellung 1891 in Frankfurt am Main eine Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung. Hierfür wurde im Zementwerk von Lauffen ein Drehstromgenerator (Hersteller: Maschinenfabrik Oerlikon) aufgestellt und eine 176 Kilometer lange Freileitung nach Frankfurt am Main gebaut. Am 24. August 1891 wurde diese in Betrieb genommen und ab 25. August 1891 12 Uhr mittags wurden mit dem aus Lauffen übertragenen Strom 1000 Glühlampen betrieben. Das mit den Glühlampen besetzte Eingangstor der Ausstellung wurde im mittleren Teil von einem Arkadenbogen überspannt, der die Aufschrift „Kraftübertragung Lauffen–Frankfurt 175 km“ trug. Zugleich wurde ein ca. sechs Meter hoher künstlicher Wasserfall betrieben. Nach Ende der Ausstellung wurde der Strom des Drehstromgenerators weiterhin bis Heilbronn übertragen, das damit als erste Stadt der Welt die Fernversorgung mit Strom aufnahm. Noch heute erinnert der Name des lokalen Energieversorgungsunternehmens ZEAG (kurz für Zementwerk Lauffen – Elektrizitätswerk Heilbronn AG) daran.

    Lauffen am Neckar – Wikipedia

    Einmal editiert, zuletzt von Markus (21. November 2025 um 11:51)


  • Als nächstes folgen ein paar Bilder von der Lauffener Burg, zwischen Neckar und Kanal auf einer Insel gelegen:

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    Wasserburg Lauffen - Schlösser. Burgen. Ruinen. (mit ein paar älteren Ansichten)

    Lauffen am Neckar - Burg

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    Blick hinüber zur Regiswindiskirche und -kapelle, dazwischen liegt noch der Neckar. Rechts die Wappenfigur des Lauffener Boten, das sogenannte Lauffener Männle. Wappen von Lauffen am Neckar - Detailseite - LEO-BW


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    Blick zur Neckarbrücke. Eine erste Brücke gab es 1473. Diese wurde bei einem Hochwasser 1529 zerstört. Vom 1532 fertiggestellten Nachfolger, damals die einzige Brücke zwischen Cannstatt und Heilbronn und die längste Württembergs, stehen noch 6 der 11 Bögen.

    Siehe auch:
    Neckarbrücke (Lauffen am Neckar) – Wikipedia

  • Es geht noch einmal über die Neckarbrücke in das ehemalige Lauffen-Dorf:

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    Stuttgarter Straße:

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    Nr. 7, ehemals Gasthaus Krone, laut Tafel am Haus 1713 als Gastwirtschaft errichtet, 1791 neu erbaut und 1824 bei einem Jahrhunderthochwasser beschädigt. Das heutige Erscheinungsbild geht wohl weitgehend auf Veränderungen um 1895 zurück.

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    Nr. 8

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    Nr. 4, ehemals Gasthaus zum Ochsen

    Lange Straße:

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    Nr. 12, Portal

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    Nr. 44 von 1761


    Sehr bemerkenswert ist der von der Graben- zur Bergstraße führende, heute unter der Kirchstraße verlaufende Dorfgraben:

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    Zitat

    Der ehemalige Dorfgraben ist ein seltener, aufwändig überwölbter sogen. Halsgraben. Am Bergsporn im Osten des Dorfs gelegen, verbindet er die Bergstraße mit der Grabenstraße. Er war Teil der schon 1003 urkundlich nachgewiesenen „Burg“ (castrum). Der Graben selbst wurde 1537 als „Kyrchgraben“ erstmals schriftlich erwähnt. Um 1700 wurde er teilweise überwölbt und überbaut.

    Lauffen am Neckar - Dorfgraben

    Hier taucht der Dorfgraben an der Bergstraße wieder auf (rechts ist die eingangs gezeigte Bergstraße 1 zu sehen, dort würde man keinen "Tunnel" unterhalb vermuten):
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  • Regiswindiskirche und -kapelle

    Zuerst noch einmal die Ansicht von der Burg Richtung Westen über den Neckar hinweg zum Kirchberg:

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    Links neben der Regiswindiskapelle wohl die am 1. April 1914 zur Erinnerung an die Vereinigung von Lauffen-Stadt und -Dorf gepflanzte Linde, eine weitere gibt es an der Burg:

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    Die in das 13. Jahrhundert zurückgehende Kapelle war ursprünglich Friedhofskapelle und der hl. Anna geweiht. Den jetzigen Namen bekam der reizvolle kleine Bau erst 1882 mit der Überführung des Steinsarkophags der hl. Regiswindis vom Kirchhof in die Kapelle.

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    Auf der Tafel neben der Kapelle erfährt man einiges zur Legende der Ortsheiligen:

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    Nun zur Kirche. Ein erster, dem hl. Martin geweihter Kirchenbau geht in die Mitte des 8. Jahrhunderts zurück. Der Chor der jetzigen Regiswindiskirche stammt von einem Neubau aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts, das Langhaus wurde nach einem Blitzeinschlag bis 1567 neu errichtet.

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    Chor mit Regiswindisschrein von 1521 und Orgel von 1701

  • Gemäldezyklus zur Legende der hl. Regiswindis, ursprünglich von 1480, heute Kopien von 1960 (die Originale verschollen):

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    Kaiser Ludwig belehnt den Grafen Ernst mit Lauffen / Geburt und Taufe der Grafentochter im Jahr 832

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    Der Bruder der Amme wird auspeitscht

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    Auffindung des Leichnams der Regiswindis

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    Heiligsprechung


    Lauffen am Neckar ist auch die Geburtsstadt des Dichters Friedrich Hölderlin, hier der Taufeintrag vom 21. März 1770 (seit 2022 darf sich die Stadt Hölderlinstadt nennen):

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    Stark beschädigter Ölberg von 1507 außen am Chor

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    Pfarrhaus

    Und zum Abschluss der Galerie der Blick vom Kirchberg über den Neckar zur Burg:

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  • Man sieht sofort, dass man in Württemberg ist. Das Ortsbild wirkt in Teilen lieblos und ungepflegt. Die historischen Häuser haben modern-praktische ungeteilte Fenster. Teils wurden Gebäude übersaniert, womöglich gar gedämmt, damit sie wie belanglose 60er-Jahre-Häuser aussehen. Es fehlen, zumindest teilweise, die Fensterläden. Ein Haus hat die unvermeidlichen 70er-Jahre-Patinakacheln an den Sockel geklebt. Und Stuttgarter Straße 8 scheint leer zu stehen, dürfte somit dem Risiko ausgesetzt sein, demnächst als "Schandfleck" abgerissen und durch einen praktischen Neubau ersetzt zu werden...

    Sehr traurig, da die Stadt mehr Potenzial hätte.

  • Man sieht sofort, dass man in Württemberg ist.

    Heimdall, urteile nicht so hart, du weißt doch, dass BW eines der ärmsten deutschen Bundesländer ist. :wink: Ironie beiseite, in Sachen Baukultur stimmt das sogar wirklich.

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität