Ismaning (Galerie)

  • Ismaning liegt ein paar Kilometer nordöstlich von München im Landkreis München und hat etwa 19000 Einwohner. Der Ort gehörte von 1319 bis 1802 zum Hochstift Freising.

    Nachfolgend möchte ich vor allem das Schloss und den Schlosspark näher vorstellen.
    1530 ließ Bischof Philipp von Freising ein Schloss mit Ecktürmen im Renaissancestilstil errichten, welches ab 1716 barock umgestaltet wurde. Von der Ausstattung, an der u.a. auch Johann Baptist Zimmermann beteiligt war, blieb nichts erhalten. 1816 übernahmen der Stiefsohn Napoleons, Eugène de Beauharnais (Herzog von Leuchtenberg) und seine Gattin Auguste Amalia (Tochter des bayerischen Königs Maximilian I.) das Ismaninger Schloss. Den neuerlich nun klassizistischen Umbau 1816/17 leitete Leo von Klenze. Nach dem Tod von Auguste Amalia 1851 wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer und ist seit 1919 im Eigentum der Gemeinde Ismaning. Heute dient es als Rathaus.

    Siehe auch: Schloss Ismaning – Wikipedia


    Das Schloss von Süden, mit Kriegerdenkmal:

    Am Eingang zum Schlosspark steht eine Marienfigur, die 1879 geweiht wurde:



    Der Schlosspark wurde 1727/28 als Reitschulgarten angelegt. 1756/57 wurden von Ignaz Günther geschaffene Statuen aufgestellt, die aber nicht erhalten blieben. 1816/17 erfolgte eine Umgestaltung des Parks im englischen Landschaftsstil durch Friedrich Ludwig von Sckell.


    Schlosspark, Blick nach Westen zum Schlosspavillon, ehemals Teehaus und Billard-Pavillon.


    Der Schlosspavillon stammt ursprünglich von 1727 (wohl ein Frühwerk von Francois Cuvillies) und wurde in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Jean Baptiste Metivier verändert. Nach dem 2. Weltkrieg diente er der evangelischen Gemeinde als Kirchenraum. Eine Sanierung erfolgte 1981/82 und heute wird der Schlosspavillon als Galerie genutzt.




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    Die aus klassizistischer Zeit stammende Orangerie wurde 1983 abgerissen und Anfang der 1990er Jahre durch diesen angenehmen Museumsneubau ersetzt.

    Ziemlich erschrocken bin ich vor ein paar Tagen, als ich sah, wie das Kallmann-Museum sich aktuell präsentiert:

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    Ein gar fürchterlicher Anblick, zeitgenössisch-modernistisch verhunzt und das ganze kostete auch noch 5, 5 Millionen Euro.
    Siehe: Kallmann-Museum – Wikipedia


    Im benachbarten ehemaligen Gärtnerhaus ist heute das Schlossmuseum untergebracht:

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    Zitat

    Sammlungsschwerpunkte sind die Dokumentation der herzoglichen Familie Beauharnais-Leuchtenberg und die Entwicklung der Gemeinde Ismaning im 19. und 20. Jahrhundert.

    Schlossmuseum Ismaning – Wikipedia


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    Eugène de Beauharnais (Herzog von Leuchtenberg) und seine Gattin Auguste Amalia

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  • Gärtnerhaus


    Schlosspark mit Pavillon


    Brunnen im Schlosspark


    Kriegerdenkmal von Richard Riemerschmid, 1923 errichtet.


    Der durch den Schlosspark rauschende Seebach, welcher nach Ismaning in die Isar mündet.


    Hain östlich vom Seebach


    Kutscherbau neben dem Schloss

    Schloss von Südwesten:

    Mit dem Inneren des Schlosses geht es dann voraussichtlich in ein paar Tagen weiter.

  • Die zuletzt eingestellte Aufnahme zeigt das Schloss Ismaning von Südwesten. Im Inneren befinden sich zwei interessante Säle, der Blaue und der Rote Saal, letzterer wird auch Napoleonsaal genannt. Der Blaue Saal liegt im Westflügel (im Bild ganz links) und der Rote Saal am Südwesteck (zwei Achsen nach Süden, 5 nach Westen).

    Beide Säle wurden 1837/38 völlig neu eingerichtet. Die Ausstattung mit flächendeckenden Gewölbe- und Wandmalereien erfolgte im pompejanischen Stil (vgl. das Pompejanum in Aschaffenburg ein paar Jahre später). Dabei wurde das Musikzimmer zum Blauen Salon und aus dem Speisesaal der Napoleonsaal, eine Gedächtnisstätte für den Schwiegervater des Prinzen Eugene de Beauharnais.

    Zuerst ein paar Aufnahmen aus dem Blauen Saal:




    Durch diese Tür geht es in den Roten Saal.

  • Napoleonsaal (Roter Saal):

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    Neben Napoleon Bonaparte sind an der inneren Längsseite des Saales Büsten von Eugene de Beauharnais und seinem Sohn Maximilian von Leuchtenberg sowie später hinzugefügt von König Max II. und Marie von Preußen anzutreffen.

    Unterhalb der Decke finden sich Götterbüsten, über dem Durchgang zum Blauen Saal Zeus / Jupiter, links davon Hera / Juno und rechts Athene / Minerva.

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    Die vier Götterbüsten an der Westseite stellen Ares / Mars, Hestia / Vesta, Demeter / Ceres und Hermes / Merkur dar, die mittleren beiden sind auf der Aufnahme links zu sehen.

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    Zu den Götterbüsten sind jeweils unmittelbar über dem Boden Symbole zugeordnet, zu Hestia / Vesta die Trappe.

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    Diese beiden Büsten zeigen Artemis / Diana und Ares / Mars.

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