• Auf einem Hügel über der Downtown von Amman kann man das Freiluftmuseum "Zitadelle" mit Resten antiker Gebäude verschiedener Epochen besichtigen.

    Zum Beispiel den Umayyadischen Palast...


    ... und den Herkules-Tempel

    Eigene Fotos.

  • "We Are One"

    Das klingt ja schon fast nach einer Transgender-Kampagne... :lachentuerkis:

    Zu den Bildern: Richtig schön ist da eigentlich nicht viel. Die Häuser meist schmucklose Blocks. Vieles wirkt ungepflegt, nicht fertiggestellt, ärmlich, aber ohne deshalb romantisch zu werden, lieblos. Aber das ist nicht untypisch für Teile des Südens, vor allem für diese Weltgegend.

  • Vieles wirkt ungepflegt, nicht fertiggestellt, ärmlich, aber ohne deshalb romantisch zu werden, lieblos.

    Und alles recht angegriffen, nichts was in Würde altert oder im Schuß wäre.

    Zur Einführung zeige ich Bauwerke aus dem Zentrum von Amman. Die Peripherie kommt noch.

    Das Römische Forum lag im Zentrum der römischen Stadt Philadelphia. Vor 100 Jahren waren die römischen Ruinen verschüttet; in der Umgebung befanden sich nur wenige Gebäude. 1922 lebten im damaligen Transjordanien gerade einmal 225.000 Menschen. Im heutigen Jordanien lebten 2018 10,46 Millionen Menschen. Der jährliche natürliche Bevölkerungszuwachs liegt bei über 2%: Grob gerechnet sind also bereits für den natürlichen Bevölkerungszuwachs jährlich ca. 145.000 zusätzliche Plätze in Schulen, Arbeitsplätze etc. zu schaffen Jährlich!

    Dazu kommen noch die Flüchtlinge.


    Das Römische Forum von Philadelphia im heutigen Amman.

    Eigenes Foto.

  • Der Gestaltungswille beim Bau von Wohn- und Geschäftshäusern für die einheimische Bevölkerung ist erkennbar übersichtlich. Hotelbauten folgen den internationalen Trends.


    Welchen Ideen oder Vorgaben die Stadterschließung folgt, konnte ich nicht erkennen.


    Vermutlich kann jeder machen was er für richtig hält.

    Eigene Fotos.

  • Das letzte Bild ist irgendwie symptomatisch. (Das Gleiche zeigt sich natürlich auch bei den völlig ungestalteten, versteppten Brachflächen.) Da wurde einmal eine Anlage auf einer Verkehrskreisel angelegt. Dann sind (womöglich durch einen Unfall) Schäden an den Steinen entstanden. Doch niemand repariert das. Die Grünanlage existiert gar nicht. Dabei sollte es möglich sein, dort auch Pflanzen zu pflanzen, die so gut wie keine Pflege in diesem Klima benötigen. (Lavendel, Kakteen usw.) Hinzu kommt noch Graffiti, das keiner beseitigt. Es zeigt exemplarisch die Lieblosigkeit, das Desinteresse.

    Einmal editiert, zuletzt von Heimdall (16. Oktober 2022 um 05:47)

  • Das ist generell ein Problem in vielen arabischen Ländern. Man baut Infrastruktur und (Prestige-)Bauten und nach dem Bau meint man es sei für immer abgeschlossen. Für die Eröffnungsfeier gab es schöne Bilder mit dem jeweiligen Herrscher/Verantwortlichen. Danach ward nie wieder irgendwas in Richtung Instandhaltung gesehen. Besonders bei solchen „Dekorationen“. Wenn dann doch mal was passiert ist es dann der Abriss für das nächste Projekt in 30 Jahren.

  • Nördlich von Amman kann man im heutigen Jarash Bauten der römischen Stadt Gerasa besichtigen.


    Eines der Besucherzentren grenzt unmittelbar an die heutige Stadt Jarash an.


    Gerasa soll in einen repräsentativen und einen (profanen) Wohn-Stadtteil unterteilt gewesen sein. Dort wo die Bevölkerung zu Zeiten des Römischen Reichs gewohnt hat, befinden sich auch heute Wohnbauten.

    Eigene Fotos.