Wirtschaftliche Situation und Bauwesen

  • Der Text beginnt eigentlich mit den Auswirkungen der wirtschaftlichen Depression auf Ortschaften im südlichen Baden-Württemberg. Er führt dann aber zu einer Hymne der geschichtlichen Kraft dieser Region.

    Ich packe ihn mal in diesen Thread.

    Südwesten - graues Land.

    Südwesten – graues Land - Sezession im Netz
    von Uwe Jochum – Wer in die­sen Mona­ten und Tagen durch den schwä­bisch-ale­man­ni­schen Süden unse­res Lan­des reist, fin­det ein Land vor, das grau…
    sezession.de
  • Weil immer mal Fragen kommen, wie denn das demnächst aufgenommene "Sondervermögen" (also Neuverschuldung) im Zusammenhang mit den steigenden Bauzinsen steht, ist hier mal eine einfach erklärte Zusammenfassung:

    Verabschiedetes Sondervermögen lässt Bauzinsen stark steigen

    Warum steigen die Bauzinsen durch das neue Sondervermögen?
    Der Bundestag hat ein Sondervermögen von rund 500 Mrd. Euro verabschiedet. Dadurch steigen die Bauzinsen. Was bedeutet das für den Immobilienmarkt?
    www.ohne-makler.net

    Eines übersieht der Artikel. Die gestiegenen Bauzinsen machen es für Bauherren und Käufer teurer und unattraktiver, Immobilien zu bauen und zu erwerben. Da weniger Käufer, fällt auch der Preis. Insofern ist die Prognose des Artikels richtig.

    Aaaaaber (Und damit noch zum unteren Link), durch den steten Zuzug wächst immer noch der Bedarf nach Wohnraum. Gerade in den Ballungsgebieten. Durch diese Verknappung von Wohnraum, steigen die Immobilienpreise gerade dennoch. Wobei ich nicht weiß, wie stark die Mieten eigentlich noch steigen sollen, denn die Leute müssen sie ja auch noch bezahlen können.

    Preise für Immobilien legen weiter zu

    Häuser und Wohnungen: Preise für Immobilien legen weiter zu
    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Häuser und Wohnungen“. Lesen Sie jetzt „Preise für Immobilien legen weiter zu“.
    www.zeit.de
  • Beispiel Frankfurt.

    Kommunen, die sich regelmäßig über Vermieter und Leerstände auslassen, lassen trotz Wohnungsnot die eigenen Immobilien leer stehen und verkommen. Nur illegale Hausbesetzer aus der linken Szene werden gehätschelt und geduldet.

    Umstrittene Vorkaufsrechte :
    Stadt Frankfurt lässt Wohnhäuser verfallen

    Frankfurt lässt Wohnhäuser verfallen: Umstrittene Vorkaufsrechte
    Die künftige Bundesregierung will es den Kommunen erleichtern, Immobilien über Vorkaufsrechte zu erwerben. In Frankfurt hat die Stadt in den vergangenen Jahren…
    www.faz.net
  • Das Video kann in den Untertiteln auf "Deutsch" eingestellt werden... Es geht um die Baukosten im Vergleich zwischen traditioneller und modernistischer Architektur...

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  • Da die herrschende Politik die Wohnungskrise selbst herbeigeführt hat (Stichwort Masseneinwanderung, Stichwort Energiewende, Stichwort Baubürokratie mit immer weiteren, teuren Baunormen...), steht ihr nun das Wasser bis zum Hals. Rettung soll ein "Bau-Turbo" bringen. Das heißt, es soll geklotzt werden, was nur möglich ist. In diesem (für linke und auch liberale Parteien typischen) rein quantitativen, materialistischen Denken spielen künftige soziale Folgen oder die Ästhetik von Stadtbildern (und mittlerweile sogar der Schutz von Grünräumen) überhaupt keine Rolle. Die Bürger können ja ein-, zweimal pro Jahr eine Woche ins Ausland in Urlaub fahren, um noch intakte Stadtbilder zu bewundern - jedenfalls so lange es der Klimaschutz ihnen noch gestattet.

    Da der folgende Artikel hinter einer Bezahlschranke steckt, gebe ich ein Zitat wieder:

    Zitat

    Auch in innerstädtischen Bereichen, für die es keinen Bebauungsplan gibt, kann nun einfacher gebaut werden. So dürfen sich neue Wohngebäude grundsätzlich von der bisherigen Bebauung unterscheiden, etwa durch eine andere Gebäudehöhe oder die Bauweise. Außerhalb eines bebauten Ortsteils wird das Bauen ebenfalls einfacher möglich.

    Damit ist dem Bau der einfachsten und rendite-trächtigsten Blöcke Tür und Tor geöffnet. Hauptsache Wohnraum wird geschaffen.

    Der Kreis schließt sich zur DDR 2.0. Halle Neustadt und Berlin-Marzahn könnten noch zu Vorbildern des Städtebaus avancieren.

    Drei Monate statt fünf Jahre – Bau-Turbo soll Wohnungskrise lösen

    Wohnen: Drei Monate statt fünf Jahre – Bau-Turbo soll Wohnungskrise lösen
    Bislang dauerte das Bebauungsplanverfahren einer großen deutschen Stadt im Schnitt fünf Jahre. Jetzt werden daraus zwei Monate. Kann das den angespannten…
    www.handelsblatt.com
  • Der "Gebäudetyp E" - neuerdings nicht mehr e wie experimentell, sondern e wie einfach - soll Gesetz werden, aber die Ankündigungen durch die Ministerinnen lassen nicht den großen Durchbruch erwarten:

    „Bauen ist in Deutschland zu teuer“: Bundesregierung will Standards am Bau absenken
    Weniger Vorschriften, mehr Wohnraum: Der Gebäudetyp E soll das Bauen nicht nur günstiger, sondern auch flexibler für Bauherren machen.
    www.tagesspiegel.de

    René Benko, ehemaliger Baulöwe, hat immer noch Prozesse zu gewärtigen https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mil…n-14901347.html

  • Das wird auch Auswirkungen auf Denkmalschutz, Sanierungen und Bauvorhaben haben. Öffentlich finanzierte Rekonstruktionen sind ebenfalls für die nähere Zukunft passé. Es sind die Früchte Jahre langer falscher politischer Weichenstellungen, die nun geerntet werden...


    Finanznot der Kommunen. „Ich habe wirklich Angst“ – Landkreis-Chef sieht Demokratie in Gefahr

    Finanznot der Kommunen: „Ich habe wirklich Angst“ – Landkreis-Chef sieht Demokratie in Gefahr - WELT
    ÖPNV, Schulen, Jugendhilfe: Der Präsident des Deutschen Landkreistages warnt mit dramatischen Worten vor schwerwiegenden Folgen finanzieller Engpässe in…
    www.welt.de
  • In einer Diskussion im Architekturmuseum Frankfurt wurde Kritik am "Bauturbo" geübt. Stattdessen wurde ein "Qualitätsturbo" gefordert.

    Krise des Wohnungsbaus : Plädoyer für einen „Qualitätsturbo“

    Frankfurt: Architekten fordern Qualitätsturbo statt Bauturbo
    Mit dem Bauturbo will die Bundesregierung den Wohnungsbau ankurbeln. Architekten fürchten, dass die Regelungen nicht viel bringen und am Ende die Bauqualität…
    www.faz.net

    Da der Text hinter der Bezahlschranke steckt, zitiere ich:

    Zitat

    Für Stefan Söhngen, den Vorsitzenden der Montagsgesellschaft, reicht das Bild vom Turbo, der den Wohnungsbau antreibt, nicht aus. Er sprach bei einer Diskussionsveranstaltung im Architekturmuseum von einem „Bau-Tsunami“, der im nächsten Jahr angesichts der Ende Oktober in Kraft getretenen Änderungen im Baugesetz zu erwarten sei. Die Einschätzung des Moderators und Gastgebers teilten nicht alle Teilnehmer der Diskussion, die sich um schnelleres und einfacheres Bauen drehte. „Wir werden keinen ‚Bau-Tsunamiʻ erleben, weil wir keine Personen haben, die das durchsetzen“, sagte der Architekt Stefan Forster. „Wir kommen aus dem 15 Jahre andauernden Bauboom, das werden wir so schnell nicht wieder erreichen.“
    Der Architekt Jens Jakob Happ sieht die Gefahr, dass der Bauturbo in eine falsche Richtung führt. „Wir brauchen einen Qualitätsturbo“, formulierte er eine Gegenposition zum derzeit weitverbreiteten Fokus auf Tempo. Gegen einfachere Abläufe bei Baugenehmigungen sei nichts zu sagen, doch der architektonische und städtebauliche Anspruch dürfe beim Wohnungsbau nicht vernachlässigt werden. „Wir dürfen nicht einfach drauflosbauen.“ Es müsse sichergestellt werden, dass die Stadt mit jedem Gebäude ein Stück schöner wird. (...) Frankfurts Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) (...) hält den Bauturbo zwar für einen sinnvollen Ansatz, will die neuen Instrumente aber nur unter bestimmten Bedingungen anwenden. So will er „verbindliche Leitplanken“ definieren, mit denen verhindert werden soll, dass der Bauturbo zu städtebaulichen Fehlentwicklungen führt. Zum Beispiel soll die Möglichkeit, schnellere Baugenehmigungen außerhalb bebauter Gebiete zu erteilen, ausgeschlossen werden.

    Dazu ein Kommentar, frei zu lesen:

    Warum der Bauturbo kaum wirken wird

    Warum der Bauturbo nicht wirken wird
    Mit dem Bauturbo will die Bundesregierung die Krise des Wohnungsbaus lösen. Doch das wird nicht funktionieren.
    www.faz.net
  • Im Stadtbild-Forum findet gerade eine dieser putzigen Diskussionen statt, die sich darum drehen, welche Rekonstruktionen in absehbarer Zukunft zu erwarten sind. Eigentlich diskutieren die zwei sich streitenden Gruppen aneinander vorbei. Die einen reden von großen, öffentlich geförderten Rekonstruktionsvorhaben, die aufgrund der öffentlichen Finanzlage in absehbarer Zeit nicht mehr zu erwarten sind. Die anderen reden von den kleinen, privaten Vorhaben, bei denen Eigentümer vielleicht einen Giebel oder ein Dach an ihrem Gebäude rekonstruieren.

    Tendenziell ist bei der Diskussion zu sehen, dass die Anhänger der etablierten Parteien (häufig beschäftigt im öffentlichen Dienst) keine wirklichen Reformen wünschen, die Krisenhaftigkeit unserer Zeit möglichst nicht zur Kenntnis nehmen, und Optimismus zu verbreiten versuchen. Da sind sich die Anhänger der Linken und der CDU völlig einig, inklusive allem dazwischen.

    Da die heraufziehenden Stürme für dieses Land aber möglichst nonchalant übersehen werden (und diese später, wenn das nicht mehr so einfach ist, höchstwahrscheinlich Sündenböcken - AfD, Trump, Putin, Orban usw.usf. - in die Schuhe geschoben werden), sind aber auch Diskussionen mit dieser Klientel müßig. Sie bringen gar nichts.

    Gut, der Thread lautet "Prognose: Rekonstruktionsprojekte in kommenden Jahrzehnten". Nun kann niemand sagen, was in 50 Jahren ist, und ob dann wieder ein günstigeres Klima für Rekonstruktionen herrscht. Bis dahin aber sind aufgrund der erkennbaren Entwicklungen ganz schwierige Zeiten durchzustehen, in denen ganz andere Probleme als Rekonstruktionen auf das Bauwesen zukommen.

    - Es besteht ja immer noch der Druck des Gebäudeenergiegesetzes und der dahinter stehenden Klimaideologie, bestehende Gebäude energetisch zu sanieren. Das kann einigen Altbauten, die nicht sonderlich geschützt sind, ihres Charakters berauben. Außerdem kostet das Eigentümer viel Geld (sofern sie es überhaupt haben), das diesen bei möglichen Verschönerungen an ihren Gebäuden fehlt.

    - Deindustrialisierung führt zum Einbruch von Steuereinnahmen, somit Geldern, die Eigentümern für den Unterhalt ihrer Gebäude im Sinne von Förderungen zukommen könnten. Hinzu kommen zunehmende Arbeitslosenquoten, ebenso ein möglicher Zusammenbruch des Rentensystems in der bestehenden Form. Das nimmt Mietern und Eigentümern Geld. Es ist unter solchen Bedingungen bereits schwierig, überhaupt die bestehende Bausubstanz zu erhalten. Zudem stehen höherer Erbschaftssteuern oder eine Wohnraumsteuer in der Diskussion.

    - Das Bewusstsein und der Wille zu einer schöneren Baukultur und Rekonstruktionen ist bei Bauherren, Architekten und der seit Jahrzehnten regierenden Politik bereits in prosperierenden Zeiten schwach ausgeprägt gewesen - im Gegensatz zu einem ganz anderen Bewusstsein in Ungarn. Weshalb sollte das in Zeiten zunehmend kleinerer Geldbörsen plötzlich wachsen? Zumal beim gleichen Personal?

    Zu den Problemen mit dem Euro, der Staatsverschuldung in der EU, der geopolitischen Konflikte muss dabei gar nicht gesondert eingegangen werden. Also, da kommt ein Riesen-Sturm. Seien wir froh für das in den letzten Jahren erreichte und hoffen darauf, dass es den ein oder anderen Liebhaber unter den Immobilieneigentümern gibt. Die Masse der Bürger bekommt jetzt allerdings ganz andere Schwierigkeiten.

  • Ich schrieb als Antwort auf den spöttischen Beitrag von Andreas:

    "Nur diejenigen, die auch an das "grüne Wirtschaftswunder" glauben, sind derzeit noch optimistisch. Stehen aber auf Kriegsfuß mit der Realität."

    Dieser Beitrag wurde deaktiviert. Der von Andreas durfte stehenbleiben. Muss man dazu noch was sagen?

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • AfD-Sprecher Marc Bernhard: „Ohne Zuwanderung bräuchten wir drei Millionen Wohnungen weniger“
    Schwarz-Rot hat sich auf die Verhinderung des Bauens spezialisiert, agiert mit „Bauturbo“ usw. weitgehend hilflos. Marc Bernhard würde bei der Wärmepumpe und…
    www.tichyseinblick.de

    Zitat:

    "Die sogenannte Energiewende ist der Hauptgrund für explodierende Baukosten. Vorgaben wie der teure Dämmwahn und vor allem der Wärmepumpenzwang, ein faktisches Heizungsverbot für Öl- und Gasheizungen durch die Hintertür, und die CO2-Steuer verteuern den Bau um über zwanzig Prozent und würgen jeden Neubau ab. Selbst bei Kauf oder Erbe von Familienhäusern über Generationen hinweg werden die Bürger zur Kasse gebeten und mit Sanierungsauflagen drangsaliert. Das verschärft die Wohnungsnot weiter, weil Zusatzkosten entstehen, von denen man vor ein paar Jahren noch eine ganze Wohnung hätte kaufen können."