Dresden (Allgemeines)

  • Der Eingang des Trinitatisfriedhofs muss saniert werden. Dafür kann man spenden.

    Eingänge sind Übergänge – Ein Spendenaufruf für unser aktuelles Vorhaben – Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofes zu Dresden
    Der mittlere Eingang unseres Trinitatisfriedhofs inspirierte C. D. Friedrich zu dem 1825 entstandenen Bild „Der Friedhof“. Dieses monumentale Tor mit den beiden
    johannisfriedhof-dresden.de
  • Die Nachricht des Tages (des Monats) kommt aus Dresden:

    Dresden - Neustädter Markt - Königsufer - Architekturforum Architectura Pro Homine
    Ich war gerade verwundert, dass es zum "Neustädter Markt" keinen eigenen Strand gibt und dass man auf der Suche nach Infos dazu, sich durch den gesamten Strang…
    www.stadtbild-deutschland.org

    Das wäre ja sehr erfreulich, wenn es in dieser Weise umgesetzt würde!

  • Im Stadtbild-Forum findet derzeit mal wieder eine Diskussion zum Aussehen möglicher Urbanisierungsflächen jenseits des Neumarkt-Quartiers statt. (Siehe hier) Mich erinnert das an Disskussionen, die ich früher schon mal Dresden-Mitforisten hatte. Dabei gibt es die Barock-Puristen auf der einen und die - ich nenne sie mal so - linken Modernisten (also Leute mit Präferenz für Architektur der Neuen Sachlichkeit) auf der anderen Seite, die aber beide für das gleiche Stadterweiterungs-Konzept stehen.

    Für die Barock-Puristen ist Barock das einzig wahre, gute, schöne, Gründerzeitarchitektur hingegen wird als minderwertig angesehen. Da haben ich und andere Foristen eine weniger dogmatische Gewichtung. Ich finde Barockviertel ganz ok, aber wenn sie sich zu sehr ausmehren, langweilen sie mich. Auch haben Barockgebäude für mich bisweilen eine plumpe Behäbigkeit, an der ich nicht viel zu entdecken weiß. Das ist meine subjektive Sicht, die ich auch nicht generalisiere. Insofern sehe ich die Pläne der GHND zur Neubebauung des Königsufers mit Wohlwollen (auch wenn es dort noch lange mit einem Bau dauert, und alles auch noch ganz modernistisches Geklotze werden kann), aber einen architektonischen Mehrwert im Sinne eines neuen architektonischen Aha-Effekts erkenne ich nicht mehr darin. Die Bebauung ist also vor allem zu begrüßen, weil alles andere in der heutigen Zeit nur schlechter werden könnte.

    Für die Gebiete außerhalb des Neumarkt-Areals treffen sich die Bestrebungen der Barock-Puristen mit denen der linken Modernisten. Sie wollen die Stadt verdichten, "Urbanität" schaffen. Und das möglichst durch Blockrandbebauung mittels einer Architektur, die an Stumpfheit und Langeweile kaum zu überbieten ist. Im Prinzip bedeutet das, westdeutsche Innenstadt-Wiederaufbaukonzepte der Nachkriegszeit nun mit Jahrzehnten Verspätung auf Dresden anzuwenden.

    Ich weiß noch, wie mir von Seiten der linken Modernisten vor Jahren die südliche Altmarkt-Neubebauung (also das hier) als wünschenswert dargelegt wurde. Meine Einwände hinsichtlich der architektonischen Qualität konterte man mit dem Argument, dass man erst mal die Flächen bebauuen müsse, und irgendwann in Zukunft würde man dann wieder abreißen und durch bessere Architektur ersetzen. Mir war nicht klar, wie und warum das geschehen solle, und warum man sich nicht gleich bei der Architektur mehr Mühe geben könne.

    Und exakt dieses Denkmuster lebt auch nun wieder auf, wenn gegen fiepsige Forderungen nach einer Rekonstruktion einzelner Gründerzeitfassaden in den Neubaugebieten gleich mit dem Vorschlaghammer eingedroschen wird. Als Argument wird dann immer der Aufwand der Gebäude angeführt, und wenn das zu entkräften versucht wird (Vereinfachung der Fassaden, 3 D-Druck), dann wird das Stadtplanungsamt und die Architektenschaft bemüht, die das schon verhindern werden. Kann ja sein, aber es deshalb gar nicht versuchen?

    Nein, diese Barock-Puristen und linken Modernisten wollen einfach keine Gründerzeit-Architektur, denn das Stadtplanungsamt hat auch kein Interesse an Barock-Bauten, aber bei diesen Gebäuden wird immerhin etwas Engagement eingebracht, um gegen behördliche Widerstände etwas zu erreichen. Sonst können sie da Neustädter Ufer ja auch völlig vergessen. Es ist aber ganz richtig, solches Engagement zu zeigen.

    Weitere modernistische Blockquartiere haben angesichts dessen, was bisher in Dresden so geliefert wurde, aber vermutlich kaum das Zeug, wirklich attraktive Stadtreparatur zu fördern.

    Dann, so meine Forderung, sollte man den Status Quo einfach erhalten. Hochhäuser mit ausgedehnten Grünanlagen dazwischen, die man auch gärtnerisch aufwerten könnte, haben vermutlich mehr Eigencharakter als weitere monotone modernistische Blockrandquartiere a la Altmarkt. Entweder also, ihr Dresdner belebt diese neuen Straßenzüge durch einige Gründerzeitfassaden, die auch typisch für das Dresden vor 1945 waren, oder ihr solltet es einfach lassen, die Innenstadt durch plumpe Verdichtungen ohne Charakter zu verschlimmbessern.

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    Dann, so meine Forderung, sollte man den Status Quo einfach erhalten. Hochhäuser mit ausgedehnten Grünanlagen dazwischen, die man auch gärtnerisch aufwerten könnte, haben vermutlich mehr Eigencharakter als weitere monotone modernistische Blockrandquartiere a la Altmarkt.

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    Die Themen Gartenplanung, Grünanlagen- und Parkgestaltung wurden bisher eigentlich vernachlässigt. Man könnte gelungene Beispiele der letzten zwei, drei Jahrzehnte in einem eigenen Thread sammeln, die womöglich sogar in den Fotogalerien vorhanden, aber völlig untergegangen sind. Auch die geschickte Bepflanzung der Freiflächen kann ein architektonisch wenig überzeugendes Quartier aufwerten.