In der Nauener Altstadt wird an der Goethestr. 54 der marode "Berliner Hof" saniert.
Der „Berliner Hof“ in der Altstadt wird jetzt saniert (Bezahlschranke)
Clemensfranz / CC BY-SA (3.0)
In der Nauener Altstadt wird an der Goethestr. 54 der marode "Berliner Hof" saniert.
Der „Berliner Hof“ in der Altstadt wird jetzt saniert (Bezahlschranke)
Clemensfranz / CC BY-SA (3.0)
Das ist erfreulich, daß in Nauen saniert wird (sofern rekonstruiert wird und nicht abgerissen).
Ich war das bisher einzige Mal Ende der 90er dort, und war erschüttert über den Verfall allerorten, es schien auch garnichts vorwärtszugehen, eher schienen die Einwohner alle wegziehen zu wollen - und wenns nach Falkensee wär, nur weg von Nauen.
Dabei gibt es da, wie man sieht (wenn man sich nicht von den Schäden ablenken läßt), einige recht hübsche Häuser.
Es gibt auch diverse Fachwerkhäuser, aber die waren fast alle in den End-90ern sehr verfallen, die müßte man wahrscheinlich praktisch großteils neu nachbauen, könnte nur ein paar alte Balken verwenden.
Andernseits, wenn ich an die Fotos im "1560" in Quedlinburg denke, wie das aussah, und was für ein Schmuckstück es nun geworden ist, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben - fähige Handwerker und Bauherren, die Sinn und Geld dafür haben, würden vielleicht sogar Nauen wieder hinbekommen.
Am Rand der Nauener Altstadt wird das Gründerzeitgebäude in der Goethestr. 58 saniert.
Markantes Eckhaus in der Nauener Goethestraße wird demnächst saniert (Bezahlschranke)
Die Sanierung der Goethestraße 58 scheint wohl auf sich warten zu lassen. Als ich vor zwei Wochen mal wieder in Nauen war, standen nicht einmal Gerüste.
Anders sieht es da nach Jahrzehnten des Hin und her an der Goethestraße 54, dem "Berliner Hof", aus. Bis zuletzt bestand akute Einsturzgefahr, weshalb der Gehweg vor dem Haus jahrelang gesperrt war.
Nun ist es äußerlich bis auf die Türen fast fertig, lediglich im Hinterhaus scheint noch gewerkelt zu werden. Dabei hat man die dezente Veränderung im Erdgeschoss (20er/ 50er-Jahre?) entfernt, die Rustika rekonstruiert und die ursprünglichen Schriftzüge unter der Traufe restauriert.





Und eine etwas ältere Sanierung in der Holzmarktstraße (Nr. 6) und ein Neubau als Lückenfüller (Nr. 5)
Holmarktstraße 6 vor der Sanierung, rechts am Rand die Lücke der Nr. 5.

Baulücke Holzmarktstraße 5 mit Bick auf die Nr. 6.
Holzmarktstraße 5 im Rohbau

Leider habe ich keine aktuellen Bilder von dem Gebäuden gemacht, aber in Google Maps kann man sich jetzt Nauen größtenteils selber anschauen, so auch Holzmarktstraße 5 und 6.
Der Füllbau Holzmarktstraße 5 ist unspektakulär, aber sich doch gut einpassend geworden. Der "Berliner Hof" ist wirklich sehr schön.
Der Berliner Hof ist ja ein echtes Schmuckstück! Freut mich sehr, daß nun endlich auch im sehr verfallenen Nauen (nirgendwo sah ich ruinösere Bauten als dort, als ich Ende der 90er/Anfang der Nullerjahre im Umland unterwegs war) der Wiederaufbau angekommen ist.
Der Füllbau Holzmarktstraße 5 ist unspektakulär, aber sich doch gut einpassend geworden.
In der Tat, aber im Prinzip entspricht es einem klassischen märkischen Wohnhaus wie es links und rechts davon auch steht. Das ist von Natur aus "unspektakulär". Der Nr. 5 fehlen lediglich eine Unterteilung EG/OG und ein höheres Dach (direkt vor dem Haus sieht man es fast nicht weil es zu flach ist). Die Fenster sollte man in der gleichen Farbe wie die Tür und das Garagentor fassen, aber das sie Sprossen haben, ist schon sehr schön. Ohne diese würde es direkt wieder wie ein 0815-Haus aussehen.
Neue Supermärkte irgendwo in der Pampa sind normalerweise keine Meldung wert. Aber der neue Edeka Zukunftsmarkt an der Nauener Peripherie sticht da etwas heraus.
ZitatDer Baukörper besteht aus einer Bodenplatte aus Recyclingbeton und einem Hallentragwerk mit hochwärmedämmenden Außenwänden. Dieses wurde in vorgefertigter Holzrahmenbauweise mit Holzfaser-Einblasdämmung und Fassaden aus Lärchenholz errichtet. Im Sockelbereich kam karbonisiertes Holz zur Anwendung, darüber prägen helle, unbehandelte Lamellen das Fassadenbild. Holzstützen und Holzfachwerkbinder sind aus Buchen-Furnierschichtholz gefertigt.
Reallabor mit Frischetheke - Supermarkt in Nauen von ZRS Architekten Ingenieure
Ich habe mal nachgeschaut. Natürlich sind solche Märkte am Stadtrand nicht das Gelbe vom Ei. Im Fall von Nauen ist die Distanz aber noch übersichtlich. Die Entfernung vom Stadtzentrum beträgt ca. 1,5 Kilometer, was bei google maps mit einer Fahrrad-Fahrzeit von 5 Minuten und einem Fußweg von 20 Minuten angegeben wird. Das ist noch halbwegs an die Stadt angebunden.
Nauen hatte bereits eine Edeka-Filiale in der Mittelstraße 33-34, also zentral in der Altstadt. Diese zieht jetzt in den Neubau um, wahrscheinlich wegen der größeren Verkaufsfläche, welche in dem Gründerzeitler natürlich stark begrenzt war. Tatsächlich dürfte der neue Standort aber besser sein, da Nauen als Pendlerstadt einen regen Autoverkehr hat.
Das Straßennetz konzentriert sich auf fünf zentrale Ausfallstraßen, welche sich alle vor dem Rathaus im Zentrum treffen, bzw direkt damit verbunden sind: Oranienburger Straße, Berliner Straße, Ketziner Straße, Brandenburger Straße und Hamburger Straße. Die großen Marktketten haben sich auf die drei am meisten befahrenen Straße davon konzentriert: Rewe, Netto und Penny an der Oranienburger (Penny direkt am Bahnhof), Lidl an der Berliner, sowie das Luchcenter (kleines klassisches 90er-Jahre EKZ auf der Wiese) mit Famila und Aldi an der Hamburger Straße.
Der neue Edeka entsteht nun an der Brandenburger Straße, an welcher beidseitig (Richtung Hamburger und Ketziner Straße) in den letzten Jahren auch der Hausbau stark vorangetrieben wurde.
Leider hinter der Bezahlschranke: Ein Investor saniert in der Nauener Mittelstr. gleich drei Fachwerkhäuser.