Frankfurt (Oder) (Allgemeines)

  • Schöne Meldung aus der Oderstadt: Das 1932 errichtete Eisenbahnerdenkmal wird saniert und erhält die 1947 entfernte Inschrift wieder zurück.

    Zitat

    Seit 1932 soll das Denkmal an die während des Ersten Weltkrieges gefallenen Eisenbahner aus früheren, nunmehr auf polnischem Territorium liegenden Direktionsbezirken der Reichsbahn erinnern. 1947 wurde die Inschrift auf Grundlage einer Direktive des Alliierten-Kontrollrates entfernt. Nichts mehr sollte auf die einst deutschen Gebiete östlich der Oder verweisen. Mit Hilfe von Regionalhistorikern gelang es der GDL-Ortsgruppe, die Zeilen zu entschlüsseln: "1535 aus den drei Direktionsbezirken Bromberg, Danzig, Posen fielen im Weltkrieg 1914-1918 und 1919 bei den Grenzkämpfen."

    Über die Farbe der Neu-Gravur auf der Südseite wird noch diskutiert. Für einen schlichten Grauton plädiert die Denkmalbehörde – auf Grundlage alter Fotos und dem Gutachten eines Steinrestaurators wünscht sich der Verein ein Bolus-Rot. "Dieser weinrote Farbton würde auch ins Häuserensemble am Denkmal passen", sagt Hofmann.


    Eisenbahnerdenkmal in Frankfurt (Oder) wird saniert – alte Inschrift kehrt zurück

    Ansicht Eisenbahnerdenkmal

  • Das Lichtspieltheater der Jugend wird nun mit öffentlichen Mitteln saniert und zu einem Museum für moderne Kunst umfunktioniert.

    Altes Kino soll 10 Millionen Euro Zuschuss vom Land bekommen

    https://www.rbb24.de/studiofrankfur…ndesmuseum.html

    Haushaltsausschuss des Bundestages

    Elf Millionen Euro für Frankfurter Kunstmuseum "Altes Kino"

    https://www.rbb24.de/studiofrankfur…ndesmuseum.html

    Zukunft des Lichtspieltheaters der Jugend endgültig gesichert

    http://www.rottenplaces.de/main/zukunft-d…esichert-42809/

  • Das oben bereits abgebildete, ruinöse Kiesslinghaus wird wieder zum Leben erweckt und bis 2023 fertig saniert sein. :applaus:


    Zitat

    Eine Baufirma aus Genthin hat das Haus nun übernommen, baut alles denkmalgerecht wieder auf, auch den abgerissenen Nordflügel. Die Gesellschaft, die zuvor schon mehrere Frankfurter Kießling-Bauten saniert hatte, will 24 Miet- und sechs Eigentumswohnungen bauen.


    Denkmalgeschütztes Wohngebäude vor dem Verfall gerettet



    Kiesslinghaus ffo 01
    Willi Wallroth, Public domain, via Wikimedia Commons

  • Das schrieb ich dazu im APH-Forum:

    Ja, Wahnsinn. Solche Ruinenbilder solltest Du mal nach Baden-Württemberg oder Westfalen schicken, damit die etwas anschaulicher erkennen, dass die "Schandflecken", die sie dort oft abreißen, im Vergleich völlig intakte Häuser sind.

  • Die Sanierung des Lichtspieltheaters der Jugend inklusive Umbau zu einem Museum soll nun erst 2030 beendet sein. Gut Ding will in Deutschland Weile haben.

    Umbau von Lichtspieltheater: Nächste Phase eingeläutet

    Umbau von Lichtspieltheater: Nächste Phase eingeläutet
    Vor dem Umbau des alten Lichtspieltheaters in Frankfurt (Oder) haben sich die Stadt und das Land Brandenburg auf einen gemeinsamen Plan verständigt. Nach einem…
    www.mz.de
  • Paywall:

    Altes Kino in Frankfurt (Oder): Stadt nimmt Risikovorsorge für Umbau auf sich
    Was, wenn der Umbau des Alten Kinos zum Kunstmuseum in Frankfurt (Oder) noch teurer wird? Darüber diskutierten jetzt die Stadtverordneten – und trafen eine…
    www.moz.de

    SVV-Beschluss zum Alten Kino in Frankfurt (Oder): Stadt sichert Risikovorsorge für Kunstmuseum ab

    Der geplante Umbau des Alten Kinos – des ehemaligen Lichtspieltheaters der Jugend – zum neuen Standort des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK) hat eine entscheidende parlamentarische Hürde genommen. Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung (SVV) stimmte am 21. Mai mehrheitlich dafür, die vom Land geforderte Risikovorsorge zu übernehmen, um das von erheblichen Kostensteigerungen betroffene Großprojekt abzusichern.

    Vorausgegangen war im Januar 2026 die Nachricht, dass die Gesamtkosten für den Umbau inzwischen auf 46,3 Millionen Euro angewachsen sind, was einem unvorhergesehenen Plus von 13,4 Millionen Euro entspricht. Während das Land Brandenburg sich bereit erklärte, diese Differenz im Wesentlichen auszugleichen, knüpfte es die Zusage an eine Bedingung: Die Stadt Frankfurt (Oder) muss im kommenden Haushalt eine Risikovorsorge in Höhe von 5,2 Millionen Euro für zukünftige Baupreissteigerungen ausweisen. Da dieser Puffer zu 90 Prozent durch Städtebaufördermittel gegenfinanziert wird, beläuft sich das reale finanzielle Risiko, das die Stadt im Ernstfall aus eigenen Mitteln aufbringen müsste, auf 520.000 Euro. Da das Gros der Gesamtsumme ohnehin von Bund und Land getragen wird – der bisherige städtische Anteil liegt bei 2,5 Millionen Euro –, sahen die Befürworter in der SVV eine historische Chance für die Stadtentwicklung.

    In der Debatte stieß das Vorhaben dennoch auf Kontroversen. Bereits zu Beginn der Sitzung hinterfragte eine Bürgerin die Prioritätensetzung angesichts des noch ungenehmigten Haushalts und Engpässen beim Bürgerbudget. Innerhalb der Fraktionen kam deutliche Ablehnung von der AfD, die von einer unseriösen Planung und einem drohenden Fass ohne Boden sprach, weshalb man den materiellen Realitäten ins Auge sehen müsse. Die Befürworter hielten dem die städtebauliche und kulturelle Bedeutung des Hauses entgegen. Oberbürgermeister Axel Strasser und die ehemalige Museumsdirektorin Brigitte Rieger-Jähner (SPD) betonten, dass die lückenlose und wertvolle Sammlung ostdeutscher Kunst, die einen Teil der Frankfurter Identität ausmache, endlich ein adäquates Zuhause brauche und so ein langjähriger städtischer Dreckfleck verschwinde. Zudem dürfe man sich die externen Fördermittel nicht entgehen lassen. Die CDU-Fraktion signalisierte ebenfalls Zustimmung, mahnte jedoch an, die Einhaltung des Kostenrahmens von 46 Millionen Euro strengstens zu überwachen.

    Am Ende der namentlichen Abstimmung stand ein klares Signal für das Projekt: Mit 21 Ja-Stimmen gegen 10 Nein-Stimmen (alle aus den Reihen der AfD) bei fünf Enthaltungen (darunter zwei AfD-Abgeordnete) wurde die Vorlage angenommen. Damit übernimmt die Stadt die Risikovorsorge und der Weg für den Umbau des Kinos zum Landesmuseum ist frei.