Berlin - Schlossfreiheit, Schlossplatz und Lustgarten

  • Mal etwas zum Stand des Einheitsdenkmals auf der Schlossfreiheit:

    Ärger um Einheitsdenkmal: Stahlbauwerk in Berlin steht frühestens 2026

    Es wird zu teuer und kommt zu spät: Das Einheitsdenkmal in Berlin wird einfach nicht fertig.
    Das Einheitsdenkmal in Berlin sorgt weiter für Ärger. Die Firmen, die es planen und errichten sollten, sind inzwischen pleite.
    www1.wdr.de

    Ich bin ja grundsätzlich für ein Denkmal zur Deutschen Einheit. Es hätte aber auch etwas kleineres und schlichteres sein können, als diese doch sehr komplizierte Schale. Gleichwohl wäre es schade, wenn das Projekt nun versandet. Zum Einen aufgrund der bislang gezahlten Kosten, zum Anderen, weil es einem vor der Alternative graut. Die Schale könnte noch vergleichsweise würdig erscheinen, wenn sie wertig gebaut wird. Eine Neuplanung würde alles in den St. Nimmerleinstag verschieben. Dass die Kolonnaden oder das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das dort einst stand, wiederkommen, davon träumen nur ein paar Phantasten. Ich halte es angesichts des derzeitigen Zeitgeistes für völlig illusorisch. Eher droht irgendeine ganz schreckliche neue Kopfgeburt. Also, ich hoffe mal, dass das Projekt doch noch zu einem guten Ende geführt wird, auch wenn mir da nicht alle Traditionalisten beistimmen.

  • Im Nachbarforum wird über die aktuellen Pläne zur Begrünung des Schlossplatzes und dessen Ergänzung durch zwei Springbrunnen gejammert. Die Schlossfassaden könnten zugegrünt werden, die neuen Brunnen eine Rückkehr des Neptunbrunnens verhindert. Zuvor wurde Jahre lang gejammert, dass der Platz zu wenig grün sei und dorthin nicht der Neptunbrunnen rück-transloziert worden ist. Statt den Status Quo nun erst mal einfach so zu akzeptieren und sich daran zu erfreuen, wurde ständig die Träumerei reproduziert, dorthin käme nun hoffentlich bald die gründerzeitliche Platzgestaltung wieder hin. Es wird einfach nicht begriffen, dass mit dem gegenwärtigen Personal in Politik und Behörden kaum mehr Rekonstruktionen oder Wiederherstellungen historischer Ensembles möglich sind. Also müsste die Strategie einfach heißen, derzeit keine Aktivität von dieser Seite zu fordern, wo diese nicht zwingend geboten ist. Beim Molkenmarkt-Areal beispielsweise ist es für Stadtbild-Freunde zwingend geboten, sich einzubringen. Denn dort wird in absehbarer Zeit ohnehin gebaut werden, ganz ohne, dass das ständig angemahnt werden müsste. Also macht es Sinn, auf den Prozess Einfluss zu nehmen, um ein möglichst qualitätvolles Viertel entstehen zu lassen. Mit dem steinernden Schlossplatz hingegen hätte man auch ein Weilchen leben können.

    Nun, mal abwarten, ob der Schlossplatz wirklich in der beschriebenen Weise begrünt wird.

    Nachträgliche Begrünung und Wasser: Zwei neue Brunnen für das Humboldt Forum |