• Die Problematik ist mir bewusst. Als einfacher Ingenieur werde ich keine diffizilen diplomatische Fragen diskutieren. Von einer (ehemaligen) Besatzungsmacht ist Deutschland noch immer abhängig.


    Wie wäre aber die heutige Situation, wenn die Russen ihre STANDORTE IN DEUTSCHLAND noch immer nutzen würden?

    Da die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland im Alltag mehr als präsent war, waren wir uns der Gefahren sehr wohl bewusst:

    In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es in Altengrabow, Kapen bei Dessau, Wurzen, Halle, Altenhain, Torgau und Zeithain Standorte mit Kernwaffenlagern für Raketentruppen und Artillerie. Alle diese Lager wurden bis spätestens Juni 1991 leer geräumt. Zeithain, Altengrabow und Altenhain tatsächlich erst im Juni 1991, die anderen vermutlich ab 1989/90 – genaue Zahlen liegen für diese Standorte nicht vor. Auch an den Fliegerstandorten Großenhain und Altenburg gab es für Atombomben in Flugzeugen bestimmte Kernwaffen, die ebenfalls erst im Juni 1991 abgezogen wurden. Zwischen 1983 und 1988 gab es zudem im Raum Königsbrück und Bischofswerda temporäre Lager für die Nuklearsprengköpfe der Mittelstreckenraketen SS-12. Diese Sprengköpfe wurden im Februar 1988 im Rahmen des Mittelstreckenraketen-Abrüstungsvertrags abgezogen.

    Die Ziele dieser Atomwaffen lagen im Westen. Leipzig war besonderes Ziel amerikanischer Atomwaffen. Die Sowjetunion war nach dem 03.10.1990 im Umbruch, um nicht von Chaos zu sprechen. Das war alles weit weg von Deutschland und scheint daher nicht bewusst wahrgenommen worden zu sein. Aber noch immer lagerten russische Atomwaffen in Deutschland...

  • Im Rückblick war es eine verrückte Zeit. An der Berliner Mauer mit der Reichsbahn entlang zu fahren war beklemmend. Hier mal die Sicht von "sirius":


    Laut Abkommen übten die vier Siegermächte die gemeinsame Kontrolle über die Stadt aus, deshalb gab es die alliierte Kommandantur, in der sie gemeinsam saßen. Nach der Berlin-Blockade 1948 verließen die Sowjets zwar diese Behörde, aber aus westalliierter Sicht wurde der Viermächtestatus dadurch nicht aufgehoben und galt weiterhin bis zu den Zwei-plus-Vier-Verträgen. Der Status wurde im Laufe der Zeit von der östlichen Seite aber nicht mehr voll anerkannt. Allerdings ging man nicht so weit, dass DDR-Verteidigungsministerium in Ost-Berlin zu installieren, sondern richtete den Sitz wegen des Viermächtestatus in Strausberg ein. Trotz des Verlassens der alliierten Kommandantur durch die Sowjets 1948, kontrollierten die vier Siegermächte in der Flugsicherheitszentrale im Alliierten Kontrollratsgebäude weiterhin gemeinsam den Luftraum von Berlin bis 1991 und übten auch gemeinsam die Kontrolle über das Gefängnis in Spandau bis 1987 aus. Es gab regelmäßige Proteste der drei westlichen Alliierten, wenn z.B. in Ost-Berlin Militärparaden der NVA am 7.Oktober stattfanden. Wenn sie gewollt hätten, ihre Rechte bzw. den Status der Stadt aus ihrer Sicht durchzusetzen, hätten die drei westlichen Alliierten am 7. Oktober mit Militärfahrzeugen auf die Karl-Marx-Allee fahren und sich dort quer über Straße stellen können, um die NVA-Militärparade zu verhindern oder zu stören. Diese Konfrontation wollten sie natürlich nicht, denn sie saßen wegen der Insellage West-Berlins am kürzeren Hebel, wie die Blockade 1948 gezeigt hatte, und eine Wiederholung dieser Ereignisse war nicht in ihrem Interesse. Die Sowjets waren da weniger zimperlich bzw. in einer komfortableren Lage, um den Status Gesamt-Berlins durch Störungen zu verdeutlichen, als sie z.B. während einer einmaligen Tagung des Bundestages in Westberlin mit Militärjets im Tiefflug über das Gebäude flogen. Es ist nicht bekannt, dass die westlichen Alliierten ähnliches über dem Palast der Republik machten, wenn dort die Volkskammer tagte.

    Neulich soll es in Bayern zu Beunruhigungen gekommen sein. Jets hatten die Schallmauer durchbrochen. Mit Überschallknallen bin ich aufgewachsen. Wie sich die Zeiten geändert haben. ;)

  • Was war ich froh, dieses Überschallknallen über gute 25Jahre nicht gehört und nahezu vergessen zu haben...mein Elternhaus ist nun schon lediglich zweigeschossig, aber damals und leider auch heute wieder hat man manchmal den Eindruck diese Jets fast berühren zu können, wenn sie über das Dorf und die angrenzenden Naturschutzgebiete donnern. 😔 Ich habe das NICHT vermisst!

  • Was fällt auf dem Gemälde "Das blaue Leipzig" des Mahlers Wolfgang Mattheuer auf?


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    Dazu weiß die KI zu berichten:

    Zitat

    Die Kondensstreifen können in diesem Kontext wie folgt gedeutet werden:

    • Symbol der Mobilität und Flucht: In der DDR waren Flugreisen in den Westen für die Mehrheit der Bevölkerung unmöglich. Die Spuren der Flugzeuge am Himmel stehen daher für eine Welt, die zwar sichtbar, aber physisch unerreichbar bleibt.
    • Kontrast zur Statik: Während die Stadt Leipzig im blauen Dunst fast erstarrt oder wie in einer „Glocke“ gefangen wirkt, symbolisieren die dynamischen Linien am Himmel Bewegung und den Aufbruch in eine andere Realität.
    • Technisierung der Idylle: Die Streifen brechen die romantische Anmutung der „Weltlandschaft“ auf. Sie markieren den Einbruch der modernen, technisierten Welt in die scheinbar zeitlose Natur und unterstreichen die künstliche, fast bühnenhafte Atmosphäre des Bildes.
    • Metapher für das Ungefähre: Wie viele Motive bei Mattheuer (z. B. der Horizont oder Wege) sind auch die Kondensstreifen „Bildmetaphern“ für die gesellschaftspolitische Situation der DDR. Sie stellen die Frage nach dem Ziel und der Richtung eines Weges, der sich hier im Unendlichen verliert.

    Zusammenfassend verstärken die Kondensstreifen die melancholische Grundstimmung des Bildes: Sie sind Zeichen einer Welt „hinter den sieben Bergen“, die für den Betrachter ein bloßer Tagtraum bleibt.

    Merkwürdig. Für uns waren das Kondensstreifen von Kampfflugzeugen, die über uns den Luftkampf übten. Zivile Flugzeuge hinterlassen gerade, leicht geschwungene Kondensstreifen am Himmel.

  • Als ich Anfang der 1980er Jahre nach Berlin(West) fuhr, das allenthalben nur als "Berlin" bezeichnet wurde - das (West) war selten nötig, da man nach Berlin(Ost) kaum reinkam - fielen mir auf dem Transit (den für BRD-Bürger freigegebenen Durchfahrtsstrecken nach Berlin-West) die "Westberlin"-Schilder auf. Tatsächlich so zusammengeschrieben, denn für die DDR war es eine andere Entität als die Bundesrepublik, von der DDR stets BRD abgekürzt, weswegen irgendein Lehrer bei uns in der Schule darauf bestand, daß man höchstens BR Deutschland abkürzte, aber keinesfalls das böse Kürzel verwenden durfte (das war nicht seine Idee, sondern irgendeine Vorschrift, die wir als Schüler höchst lächerlich fanden). Aber als Südwestdeutsche mit Bezug zu Schweiz und Italien sprachen wird ohnehin von Deutschland, wenn wir die BRD meinten, da die DDR wegen ihrer Quasi-Unerreichbarkeit praktisch ausgeblendet wurde. Erst bei der Fahrt nach Berlin, mit dem martialischen Grenzregime - einen solchen Zoll gab es sonst in Westeuropa nirgends - erahnte man, daß da noch ein Land war, aber man interessierte sich nicht sehr dafür, denn was man zu sehen bekam, war graubraun-farblos. Die Bezeichnungen waren so ein Rumgeeier um Statusfragen; niemand sagte "Berlin-West" oder "Berlin-Ost", das wurde nur geschrieben, um die Zusammengehörigkeit der Stadt zu unterstreichen. Gesprochen hat man in Berlin(West) von Ost-Berlin, und der Teil, in dem man sich befand, war eben "Berlin" - normalerweise ohne Zusatz. Ich nehme an, in Berlin (Ost) war es entsprechend - daß man sich selbst als "Berlin" bezeichnete und "die anderen" eben als "West-Berlin". Aber das nehme ich nur an, kenne derzeit niemanden, der in Ost-Berlin gewohnt hat. - Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Straßenschilder mit den Entfernungsangaben auf der Transitstrecke recht eigenartig (WIMRE gab es mindestens 1 "BRD-Schild", d.h. mit einer Schrift wie auf BRD-Autobahnen üblich, und diverse "DDR-Schilder", mit einer anderen Schrift), weil da unterschiedliche Entfernungen nach Berlin angegeben wurden - die eine viel näher, die andere viel weiter -, aber die unterschiedlichen Berlins nicht unbedingt angegeben waren.

  • Ja, im TU-Hauptgebäude tropfts wohl. Ich erinnere mich, daß ich in den 90er/Nuller Jahren auch schonmal massenhaft Eimer für Tropfwasser dort aufgestellt gesehen habe. Die Vernachlässigung dauert also wirklich schon recht lange.

  • Dann sind aber Audimax und die Turnhallen weg, und die historistische Fassade fällt dann völlig aus dem Rahmen, weil dort sonst nur glatte, "moderne" Gebäude sind. Vor das historische Hauptgebäude (das ist unmittelbar dahinter, nur sein Eingang wurde geschrottet) hat man ja in den 1960ern den Riegel und vor dessen Seitenflügel eine rasterfenstrige Vorsatzfassade gehängt.

  • Randbebauung des Tempelhofer Feldes (ehem. Flughafen Tempelhof) wird von Architekten Nöfer, Kollhoff & Hamid als Blockrandbebauung in Serienform vorgeschlagen, RegB Wegner tut so, als ob er das realisieren wollte:

    21.400 Wohnungen auf dem Tempelhofer Feld: Zwei Architekten wollen „Paradigmenwechsel“
    Wenige Monate vor der Wahl präsentieren zwei Architekten den Vorschlag, 21.400 Wohnungen auf einem Drittel des Tempelhofer Feldes zu errichten. Viele Fragen…
    www.tagesspiegel.de
    Architektenplan für 21.400 Wohnungen: Wegner prüft Randbebauung des Tempelhofer Feldes durchs Land Berlin
    Am Mittwoch hatten zwei Architekten einen Vorschlag für 21.400 Wohnungen am Rand des Tempelhofer Feldes vorgestellt. Jetzt will Berlins Regierungschef Kai…
    www.tagesspiegel.de
  • Loggia Zusammenfassung zu 'keine Genehmigung':

    Am Charlottenburger Kaiserdamm 102 wurde von einem Hauseigentümer eine Großbaustelle ohne die erforderlichen Genehmigungen eingerichtet. Für Arbeiten im Dachbereich wurden ein Kran aufgestellt, Gerüste über fünf Etagen errichtet und Teile des öffentlichen Straßenraums – darunter eine Fahrspur sowie der Geh- und Radweg – gesperrt. Das Fehlen einer Sondernutzungs- und straßenbehördlichen Genehmigung fiel bei einer gemeinsamen Kontrollfahrt von Ordnungsamt und der Berliner Verkehrssenatorin auf.

    Eine amtliche Anordnung zur Stilllegung der Baustelle wird vom Bauherrn nicht befolgt. Da dieser die Genehmigung für die Sperrung des Straßenlands nachträglich beantragt hat, verzichtet das Ordnungsamt vorerst auf Zwangsmaßnahmen oder eine Ersatzvornahme. Nach der aktuellen Berliner Rechtsprechung sind solche Maßnahmen unangemessen, sofern ein Vorhaben grundsätzlich genehmigungsfähig ist; bei einer Durchsetzung drohen dem Bezirk Schadensersatzforderungen des Bauherren.

    Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger fordert angesichts des Falls eine Anpassung der Rechtsprechung und strebt an, bei einem kleineren Vorhaben mit geringerem Streitwert ein juristisches Exempel zu statuieren. Die Immobilienfirmen Accentro und Berner Group Real Estate, die Eigentumswohnungen in dem Gebäude online vermarkten, äußerten sich auf Anfrage bislang nicht zu dem Sachverhalt.

  • Das an der Ringstr. 9 gelegene Gebäude des Amtsgerichts Schöneberg im Stil der Neorenaissance wird derzeit saniert.


    Amtsgericht Schöneberg: Historische Fassade wird saniert
    Am Standort Ringstraße des Amtsgerichts Schöneberg laufen derzeit Arbeiten an der denkmalgeschützten Fassade des historischen Gebäudes.
    www.entwicklungsstadt.de



    Lichterfelde Ringstraße Amtsgericht Lichterfelde
    Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

  • Löbenichter: aah, Lichterfelde... ist das nicht, wo die Clans Villen haben?

    blueketz: danke für die Zusammenfassung. Leicht erheiternd finde ich "fiel bei einer gemeinsamen Kontrollfahrt von Ordnungsamt und der Berliner Verkehrssenatorin auf" - dem Bezirk offenbar nicht, der tobt dafür nachträglich ("Anpassung der Rechtsprechung").

  • Die CDU kam mit einem neuen Entwurf von Kollhoff+Nöfer zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes (ehem. Flughafen Tempelhof) raus, der Tagesspiegel brachte schon einige Artikel dazu:

    Früherer Flughafen: CDU will Tempelhofer Feld „auf jeden Fall“ bebauen
    Bis zu 30.000 Wohnungen am Rand, dazu Kultur und Natur: Was die CDU nach der Wahl mit dem Tempelhofer Feld plant – und warum sie keinen neuen Volksentscheid…
    www.tagesspiegel.de
    Streit um Bebauung auf Tempelhofer Feld: Naturschützer werfen CDU und SPD „Betonrausch“ vor
    Genau zwölf Jahre ist es her, dass die Berliner gegen eine Bebauung des früheren Flughafengeländes stimmten. Jetzt wird die größte Wiese der Hauptstadt zum…
    www.tagesspiegel.de
    Bau-Entwurf fürs Tempelhofer Feld: Abkehr von der autogerechten Stadt
    Unsere Leserin sieht den Plan von Nöfer und Kollhoff als Beispiel für innerstädtische Nutzungsmischung. Großsiedlungen am Stadtrand zu bauen sei fragwürdig.…
    www.tagesspiegel.de
    Ein neuer Plan für das Tempelhofer Feld: „Wir brauchen endlich eine Wohnungspolitik, die auch die Mitte sieht“
    21.400 Wohnungen am Rand des Feldes – ein Architektenentwurf hat unter Tagesspiegel-Leserinnen und -Lesern eine Diskussion neu entfacht, die die Stadt seit…
    www.tagesspiegel.de

    Hier eine Liste von Artikeln zu "Tempelhofer Feld", ich habe aber den Eindruck, das ist weder vollständig noch strikt am Thema https://www.tagesspiegel.de/berlin/themen/tempelhofer-feld

    Ich bin da zwiespältig. Einerseits finde ich, daß die Stadt eine große unbebaute Fläche haben sollte, - Hubschrauber und Cessnas sollten ja auch notfalls wo landen können -, und gerade die dichtbebauten Flächen von Neukölln so etwas als Naherholungsgebiet brauchen, andererseits finde ich die vorgeschlagene Blockrandbebauung mit begrünten Straßen und zwischendrin Grünflächen recht ansprechend. Wie das mit der Verkehrsanbindung ist, kann ich nicht richtig beurteilen, sie ist vorhanden, aber viele sagen, die sei bereits jetzt überlastet.