München (Allgemeines)

  • Gerade erst errichtet und schon mit Parolen beschmiert. Die Täter sind erkennbar nicht nur "Idioten" oder "Sprayer", sondern Linksradikale, denn "1312" steht für "ACAB", also "All cops are bastards", ein in der "Szene" gebräuchlicher Slogan.


    "Bin so frustriert": Initiator meldet sich nach Farb-Attacke aufs neue Kini-Denkmal

    'Bin so frustriert': Initiator meldet sich nach Farb-Attacke aufs neue Kini-Denkmal
    Die Bronzebüste für Ludwig II wurde gerade erst auf der Corneliusbrücke eingeweiht. Gerade einmal eine Woche später ist sie bereits beschmiert. Die AZ sprach…
    www.abendzeitung-muenchen.de
  • In der Maxvorstadt wurde vor ein paar Tagen ein effektheischender Kita-Neubau der TU München eingeweiht.


    Vertikaler Spielplatz aus Holz / Kita in München von Kéré Architecture - Architektur und Architekten - News / Meldungen / Nachrichten | BauNetz.de
    BauNetz-Architektur-Meldung vom 10.07.2026: Vertikaler Spielplatz aus Holz / Kita in München von Kéré Architecture - Aktuelle Architekturmeldungen aus dem In-…
    www.baunetz.de
  • Ein maximal störender, ekelhafter Knast. Aber genau so etwas bekommen die Stadtbild-Meckerer, die über "die immer gleichen Rasterfassaden" nörgeln. In ästhetisch schlechten Zeiten wie diesen kann man nur auf das kleinste Übel hoffen.

  • Berliner Bär

    Zitat

    Das Denkmal war Teil einer bundesweiten Initiative mit sogenannten „Berliner Meilensteinen“, die in Städten und an Autobahnen der Nachkriegs-Bundesrepublik um politische und finanzielle Unterstützung für West-Berlin warben. Oberbürgermeister Vogel betonte bei der Enthüllung, die Statue solle daran erinnern, „dass diese Autobahn zwischen den beiden Städten an zwei Stellen durch Stacheldraht und Todesstreifen führt“.

    Besonderes Denkmal in München: Zehntausende fahren täglich vorbei – und bemerken es nicht (tz)

    Der Bär fehlt mir noch in meiner Münchner Fotosammlung...

  • Zitat

    Sprudeln und sparen zugleich: Geht das? In Zukunft schon. Denn: Die Stadt München will bei vielen Brunnen Zeitschaltuhren einbauen. Das bestätigt Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Er sagt unserer Redaktion: „Wir haben 200 Zierbrunnen – 60 davon haben schon eine Umwälzpumpe, 60 haben eine Zeitschaltuhr. An weitere 30 können wir ran: Da wollen wir ebenfalls Zeitschaltuhren einbauen. Allein mit Zeitschaltuhren an 30 Brunnen können wir bis zu 250 Millionen Liter Wasser pro Jahr sparen.“

    München baut Zeitschaltuhren in 30 Brunnen ein – spart 250 Millionen Liter (tz)

    Stadt ruft zum Wassersparen auf – Landeshauptstadt München

  • Hitzelegenden: Warum München manchmal das Wasser fehlt

    https://www.achgut.com/artikel/sind_d…n_symbolpolitik

    Die Autorin wertet die Abschaltung der Brunnen, vor allem deren Einhausung, als Symbolpolitik, da das in Relation kaum Einsparpotenzial birgt. Allerdings muss man eben sehen, dass solche Symbolpolitik wohl manchmal nötig ist, und zwar deshalb, weil sonst Bürger zu motzen anfangen: "Ich darf meinen Gartenpool nicht auffüllen und den Rasen sprengen, aber die Brunnen laufen weiter wie bisher. Da kann es sich ja nicht um Wassermangel, sondern nur um Schikane handeln." Man signalisiert also dem Bürger, dass auch die Stadt ihren Anteil beiträgt, auch wenn der reale Effekt minimal ist.

  • Jetzt hat sich auch Adrian von Buttlar, der wahrscheinlich bedeutendste Experte zu Klenze und Klassizismus, in die Debatte um die drohende Begrünung der Ludwigstraße eingeschaltet und hat sowohl in der FAZ (https://www.faz.net/aktuell/feuill…-201114723.html) als auch im Online-Magazin Marlowes (https://www.marlowes.de/das-ende-der-architekturgeschichte/) vehement dagegen Stellung bezogen. Besonders überrascht mich seine offene Unterstellung, dass von der links-grünen Münchner Stadtspitze auch aus weltanschaulichen d.h. antifeudalistischen Gründen eine Umwandlung der Ludwigstraße angestrebt würde - der Mann traut sich was.

    Zwei Zitate aus dem Artikel bei Marlowes:

    "Solche alarmierenden Entwicklungen stoßen keineswegs nur auf Empörung, sondern evozieren vielmehr klammheimliche Freude bei allen, denen die Rücksichtnahme auf Geschichte und Baukunst zum Stolperstein des Fortschritts oder ihres Profits geworden ist. Die amtliche Denkmalpflege gerät immer stärker in die Defensive, während die galoppierende Geschichtsvergessenheit und jederfrau zustehende moralische ad-hoc-Bewertung der Relikte „aus anderer Zeit“ (wie die übliche Floskel der Denkmalschutzgesetze lautet) eine auf Gut oder Böse reduzierte cancel-culture im Umgang mit der gebauten Vergangenheit begünstigt."

    "Die Aufgabenstellung (d.h. die Begrünung) war von vornherein falsch, und man wird den Eindruck nicht los, dass die Klimaangst willkomener Anlass zu einer semantischen Um- und Abwertung der noch immer wirkmächtigen Prachtstraße ist, die sich als demokratische Aneignung eines ideologisch verdächtigen Erbes versteht. Schon 1987 hatte sich der zuständige Sachpreisrichter im Katalog der Ausstellung „Romantik und Restauration“ die Argumente der einst gegen den König opponierenden Ständeversammlung zu eigen gemacht und ein vernichtendes Urteil über dessen autokratische Baupolitik gefällt: „Die gesamte Kunstpolitik Ludwigs war auf seine Selbstverherrlichung und seinen Nachruhm gerichtet, zu ihrer Durchführung war er buchstäblich bereit über Leichen zu gehen.“ Und ja: Auf den historischen Abbildungen sieht man oft Militär, Stern-Gründer Henri Nannen schwärmte 1937: „Aus dem Kreuzweg der Bewegung wird die via triumphalis des neuen Reiches“, und Oswald Hederer eröffnete seine rundum sachliche architekturhistorische Untersuchung der Ludwigstraße 1942 mit dem Konterfei des „Führers“. Angesichts solcher Kontaminationen soll wohl nicht nur die Herrschaftsachse durch „Bauminseln“ gebrochen werden. Im Siegerentwurf wird auch der Odeonsplatz mit dem Reiterdenkmal des Königs, das ihm die dankbare Kommune erst viele Jahre nach seiner Abdankung stiftete, in eine riesige Buddelkiste verwandelt, damit unsere Kleinsten nicht zu heimlichen Monarchisten oder am Ende gar zu Nazis mutieren."

    Hört, hört...

    Auf jeden Fall ist es äußerst positiv, dass sich eine solche Koryphäe wie Buttlar eindeutig gegen die Begrünung positioniert!

    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

  • Sehr schön, dass so etwas erhalten bleibt und genutzt wird. Aber: ich war schon mal drin und habe von der Kapelle Fotos gemacht, die zum damaligen Zeitpunkt noch voll eingerichtet war und so ausgesehen hat:

    Kapelle-St.-Martin-2.jpg

    Im Filmbeitrag ist die Kapelle bis auf Altar und Kanzel vollkommen leer und es wird gesagt, dass der Raum für Veranstaltungen gemietet werden kann. Das bedeutet, dass zumindest die Bänke nicht mehr wiederkommen werden und der Rest der Ausstattung vielleicht auch nicht... man muss zwar auch sehen, wie man diese Räume praktisch nutzt und akzeptieren, dass für eine Kapelle kein Bedarf mehr besteht, aber schade ist das schon.

    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus