Frankfurt am Main (Allgemeines)

  • Die Architektur spricht mich schon noch an, aber dass Alles nur in einen grossen, beliebig unförmigen Baukörper hineingepackt wurde, finde ich nicht gelungen. Hier hätte städtebaulich eine ausgeprägtere Ecke hingehört und nicht ein Einschnitt, also genau das Gegenteil.

    Senkrechtaufnahme der Baustelle

    Beim Hineinzoomen sieht man noch die äusserst schäbige Vorgängerbebauung!

  • Interessant (aber nicht verwunderlich) ist ja, das trotz dieser sehr offensichtlichen Bezüge zu Bauhaus und Zwischenkriegszeit das in dem Artikel überhaupt nicht erwähnt wird oder gar kritisch gesehen wird. Wo doch sonst "Retro-Architektur" immer gleich groß hinterfragt wird. Aber klar, wir wissen warum... Der Bau ist sicherlich eine Verbesserung zur Vorgänger-Bebauung, so recht gefallen mag er mir trotzdem nicht. Da finde ich diese Neubauten desselben Architekten ansprechender.

  • Die Bezüge zu Bauhaus und Zwischenkriegszeit sind aber nur für den Kenner offensichtlich, bei beiden Beispielen. Die typischen Elemente mit abgerundeten Balkonen und Sichbacksteingliederungen sind zurückhaltend angewendet worden, und dadurch erscheint die Architektur gemässigt und einfach als 'normal und gewohnt' - weder schreiend modern noch konservativ, investorenmässig oder kurzlebig. Nur die Form des Baukörpers wurde leider zu wenig berücksichtigt und ein Dach überm Kopf fehlt. In Frankfurt ist es viel mehr eine 'Burg' anstatt eine platzbildende Bebauung. Jedenfalls würde es mir gefallen, wenn sich die moderne Architektur weiter in diese Richtung entwickeln würde anstatt in die zur Zeit herrschende Investorenarchitektur und Selbstdarstellungsarchitektur.

  • Jedenfalls würde es mir gefallen, wenn sich die moderne Architektur weiter in diese Richtung entwickeln würde anstatt in die zur Zeit herrschende Investorenarchitektur und Selbstdarstellungsarchitektur.

    Das ist völlig richtig.

    Einzig würde ich nicht dann dabei stehen bleiben wollen. Denn irgendwie erscheinen mir die Häuser - vor allem das von thommystyle gezeigte Beispiel * - sicher als eine Art Fortschritt, aber gleichzeitig sind sie mir immer noch zu Kasernen-artig, schmuck- und freudlos. Da hat man teils bereits in den 1930er Jahren wohnlicher gebaut.

    * (Übrigens ist es interessant, dass man "Baunetz" offenbar nur in bestimmten Ländern anschauen darf, womöglich gar nur in Deutschland. Ich habe gerade VPN laufen, über Rumänien. Da wird mir regelmäßig der Zugang verwehrt. Erst wenn ich wieder als Deutscher firmiere, öffnen sich die Links. Also, so international und global, wie sie sein wollen, sind die Architekturfreunde offenbar real nicht.)

  • Zwei Millionen Euro für eine temporäre Kunstinstallation auf der Konstabler Wache, die in drei Jahren wieder verschwunden sein wird. Offenbar scheint die Stadt Frankfurt (bzw. die seinerzeit regierenden von SPD, "Grünen" und FDP) ja noch im Geld zu schwimmen und keine anderen Probleme zu kennen.

    Netzskulptur an der Konstablerwache kostet zwei Millionen Euro

    Ein Kurzvideo dazu:

    Ein Kunstwerk für zwei Millionen Euro in Frankfurt am Main #frankfurt #ffm #geschichte
    Ein Kunstwerk für zwei Millionen Euro in Frankfurt am Main. Über der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt schwebt seit wenigen Tagen ein großes, net...
    www.youtube.com