Frankfurt am Main (Allgemeines)

  • Mir gefällt das Gebäude nicht, jedenfalls nicht an dieser Stelle.

    Und ich finde den Ausgang im Erker-EG nicht durchdacht. Das ist eine Einladung an Einbrecher, und als Terrasse eine Zoopräsentation, so direkt an der Straßenecke. Das ist weder vorstädtisch (was die bisherige Siedlung mit ihren 1920er-Walmdächern war) noch städtisch (Platzkante, Dachgarten), wirkt eher wie gewollt und nicht gekonnt.

  • Das Bankpalais am Rossmarkt (Foto einst hier; Foto heute hier) wird umgebaut und bekommt ein Glasufo mit modischem Dachgarten aufgesetzt. Mehr ist heutzutage nicht zu erwarten. Immerhin ist der Dachaufbau keine große Verschlimmerung, und immerhin wird das Haus nicht abgerissen.

    Palais mit Dachgarten – Pläne für Traditionshaus im Herzen Frankfurts

  • In Frankfurt Hausen ist vor etlichen Jahren ein Teil der nicht ausreichend gepflegten historischen Friedhofsmauer eingestürzt. Seitdem zieht es sich ewig hin, dieses Stück Mauer wieder zu sichern und aufzumauern. Ergo, die "grün" dominierten Stadtoberen im Magistrat haben einfach keinerlei Interesse an dieser historischen Bauwerk und hoffen offenbar darauf, dass durch dauernde Verzögerung weitere Einstürze erfolgen, so dass das Gelände mit einem ungeliebten Kriegerdenkmal beräumt und neu gestaltet werden kann.

    Eingestürzte Mauer in Frankfurt darf wohl nicht einfach so wieder aufgebaut werden

    Heute (24.4.2025) die nächste Verzögerungstaktik und Steuergeldverschwendung in einem Artikel der Frankfurter Rundschau. (Da im Print und bislang nicht online zitiere ich):

    Zitat

    Eine Sache der Ewigkeit
    Die Sanierung des Friedhofs wird seit langem gefordert

    Und wieder ist viel Zeit vergangen, ohne dass sich am Zustand des Alten Friedhofs in Hausen etwas verändert hat. Ein Bauzaun sperrt die Fläche ab, um ein Betreten des Areals mit der stark einsturzgefährdeten alten Mauer zu verhindern. „Das ist ein Unding, wie in Hausen mit den Bürgern umgegangen wird“, machte Georg Weigel in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 7 seinem Unmut Luft. (...) Verwundert habe er gehört, dass offenbar weitere Gutachten über den Alten Friedhof notwendig seien. „Ich dachte, es liegt alles vor. Warum heißt es plötzlich, wir brauchen ein weiteres Gutachten? Damit wird das Herrichten teurer, so dass wir einen Haushaltsansatz benötigen. Für mich heißt das, das Ganze verschiebt sich mindestens auf 2027“, monierte Weigel. (...) Rosemarie Lämmer (BFF) ergänzte: Auch „wir sind genauso wenig informiert. Auf ungezählte Anträge haben wir immer nur ausweichende Antworten erhalten“ und auf diesen Ortstermin gewartet. Für Inge Pauls (Farbechte/Die Linke) ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt erst jetzt ein Gutachten zum Zustand der Mauer erstellt...

    ----------

    Außerdem...

    Hybis des Kapitals:

    Skyline wächst: Zwei neue Hochhäuser im Frankfurter Bankenviertel

    Und Realität für die Bürger:

    Kontinuierlicher Rückgang: Immer weniger Baugenehmigungen in Frankfurt

  • Ich besuchte letzte Woche die Veranstaltung für die Unterstützer des "Langen Franz" in der Paulskirche. Es sprachen u.a. der Oberbürgermeister Mike Josef und Professor Christoph Mäckler (siehe Bild):

    Vor der Paulskirche entblödeten sich nicht vier Vertreter der "Linken" mit roter Fahne und dümmlichen Parolen eine peinliche Mikro-Kundgebung gegen den "Langen Franz" abzuhalten. Drinnen war die Paulskirche recht gut mit vielen Bürgern besetzt, die Stimmung angenehm.

    Stimmt die Stadtverordnetenversammlung zu, dann soll bereits Ende dieses Jahres Baubeginn sein.

    Magistrat gibt grünes Licht für „Langen Franz“ - Rathausturm
    80 Jahre nach der Kriegszerstörung hat sich der Magistrat für den Wiederaufbau des „Langen Franz“ ausgesprochen und legt eine Bau- und Finanzierungsvorlage vor.
    www.journal-frankfurt.de
  • Die Hauptwachen-Umgestaltung wird weiter auf die lange Bank geschoben. Stattdessen wird wieder Steuergeld für völlig überflüssige kosmetische Maßnahmen herausgeschmissen, z.B. orangefarbene Sitzringe (als gäbe es dort noch nicht genug Sitzgelegenheiten) und Bänke mit Solarmodulen. Nichts von diesen bald gewohnt schrottig aussehenden Platzmöblierungen ändert etwas an der Situation. Aber es reicht für ein, zwei wohlwollende Artikel in der ideologisch nahe stehenden Presse.

  • Das Hauptproblem lässt sich gleichzeitig am schwersten beheben: Es ist die hässliche Bebauung ringsherum. Das lässt alle Versuche, das Erscheinungsbild dieses Ortes etwas abzumildern, als hilflos erscheinen.

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • "In die Gesamtbaukosten von 20,43 Millionen Euro fließen dann noch 5,59 Millionen Euro Zuschuss und 3,54 Millionen Euro als Förderdarlehen von der Stadt Frankfurt ein"

    Und für den Langen Franz muss man Spenden sammeln, weil sonst keiner Geld rausrückt. Kläglich.

    In dubio pro reko

    Der größte Feind der Ideologie ist die Realität

  • Das 1876 am Frankfurter Zoo erbaute Zoogesellschaftshaus, welches 1944 stark zerstört wurde, wird für beinahe 100 Mio. € generalsaniert.


    Zitat

    „Seit 1876 ist das Zoogesellschaftshaus das Entree in den Zoo und Sitz der Zooverwaltung mit vier Abteilungen sowie der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Das über viele Jahre dort ebenfalls beheimatete Jugend-Kino und später das Fritz-Rémond-Theater waren Anziehungspunkte für die Menschen der Stadt. Durch die umfangreiche Sanierung des Hauses profitiert unter anderem unsere Zooschule. Sie erhält zwei große und multifunktionale Räume für ihre vielfältige Bildungsarbeit. Mit dem Kinder- und Jugendtheater bleibt das Haus in seiner Nutzung ganz im Sinne seiner bewegten Geschichte.“



    Zoo-Frankfurt-Gesellschaftshaus-aZoo_Frankfurt_Gesellschaftshaus.jpg: EvaKderivative work: Dontworry, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons

  • In der Frankfurter Altstadt steht ein grösseres Bauvorhaben an. Ein "Zentrum für Jugendkirchenmusik" soll realisiert werden. Nicht so berauschend finde ich.


    Zitat

    Kritisch gesehen wurde die Fassadengestaltung: Zu überdenken seien sowohl die horizontale Gliederung des Wohngebäudes, die laut Denkmalschutz nicht als Gegenüber der kleinteiligen Nachbarbebauung funktioniere, als auch die ortsfremden Tonziegel am Probenzentrum. Farbgebung und homogene Wirkung des Neubaus sowie „das Potenzial einer würdigen Alterung der Oberflächen“ sollten jedoch beibehalten werden.


    Haus der Jugendkirchenmusik - Barkow Leibinger gewinnen in Frankfurt am Main

  • Wenn im politischen Zusammenhang von "jungen Menschen", "jungen Leuten" oder "jungen Demonstranten" geschrieben wird, ist das in der etablierten linken Presse bekanntlich immer eine Art Codwort für "linksradikale Szene" und "Antifa". (Würden rechtsgerichtete "junge Menschen" ähnlich handeln, wäre umgehend von "Neonazis" die Rede.) So auch hier erneut bei der "Frankfurter Rundschau", die die Besetzung der nächsten Frankfurter Immobilie in städtischer Hand durch diese von der rot-grünen Stadtregierung verhätschelte Klientel rechtfertigt. Und so tut, als würde diese Szene nicht schon seit vielen Jahren in verschiedensten Liegenschaften ständig intern politisch "debattieren". Diesmal hat es die Lahnstraße 1 im Gallus erwischt.

    Zentrum für Debatten
    Im Gallus haben junge Menschen ein leerstehendes Lokal besetzt
    www.msn.com

    Die "Bürger Für Frankfurt" (BFF) haben eine Stellungnahme dazu veröffentlicht, die auf den maßgeblichen Missstand im Umgang bei städtischen Immobilien hinweist.

    Zitat:

    Zitat

    „Die Parallelen dieser erneuten Besetzung von städtischem Eigentum zur Jordanstraße 3 sind frappierend“, stellt der Vorsitzende der BFF-BIG-Fraktion im Römer, Mathias Pfeiffer, fest. „Die Stadt erwirbt Immobilien im Rahmen ihres Vorkaufsrechts, um Spekulationen zu unterbinden. Dann lässt sie diese solange leer stehen und verkommen, bis es illegalen Hausbesetzungen kommt, die dann von der verantwortlichen Dezernentin prompt geduldet werden.“

    Illegale Hausbesetzung im Gallus sofort beenden
    Am Wochenende wurde erneut eine leerstehende städtische Liegenschaft von linken „Aktivisten“ besetzt. Dieses Mal traf es ein kleines Ladenlokal an der…
    www.bff-frankfurt.de
  • In der Frankfurter Altstadt steht ein grösseres Bauvorhaben an. Ein "Zentrum für Jugendkirchenmusik" soll realisiert werden. Nicht so berauschend finde ich.

    Das ist aber sehr höflich ausgedrückt.

    Der erste Preis ist natürlich der am wenigsten altstadt-konforme und am massivsten störende. Das ist bezeichnend für den Auftraggeber, von dem ich überhaupt nichts anderes erwartet habe.

    Einigen Träumern von weiteren Rekonstruktionen oder zumindest angepassten Neubauten im Bereich der Frankfurter Altstadt, die man im APH-Forum findet, werden nun hoffentlich mal wenigstens ein Auge geöffnet. Unter den gegenwärtigen rot-grünen Rahmenbedingungen ist dort nichts Positives für das Stadtbild zu erwarten.

  • Im Bahnhofsviertel wird in einen Altbau, in dem bislang eine Yoga-Schule residierte, ein Crack-Zentrum einziehen.

    Kaufvertrag fürs Frankfurter Crackzentrum ist unterschrieben

    Im Gallusviertel wird ein von der linken Szene besetztes Haus geräumt. Den Straftätern passiert nichts. Stattdessen wird immerhin darüber diskutiert, warum eigentlich angesichts von ständig beklagter Wohnungsnot Liegenschaften im Eigentum der Stadt Jahre lange leer herumstehen.

    Besetztes Haus in der Frankfurter Lahnstraße wird geräumt

  • Die Hochhauskulisse wird mittlerweile von den meisten Frankfurter als Teil der eigenen Identität wahrgenommen. Daraus resultiert ein sehr unkritisches Verhältnis zum Hochhausbau, das zwar den optischen Effekt sieht und begrüßt, aber die Folgen in sozialer und verkehrstechnischer Hinsicht gänzlich ausblendet. Deshalb werden kritische Betrachtungen zur aktuellen Hochhausplanung wie diese auch mancherorts ungern gesehen. Auch wenn es darin gar nicht darum geht, Hochhäuser abzureißen, sondern allein um die Neuplanung:

    Ökonomisch und ökologisch kranker Hochhaus-Rausch
    Trotz Leerständen und Verkehrsinfarkt noch mehr Wolkenkratzer

    Ökonomisch und ökologisch kranker Hochhaus-Rausch
    Unser Autor Dr. Claus-M. Wolfschlag hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, welche Zukunft Hochhäuser in Frankfurt haben. Obgleich seine Überlegungen nicht…
    www.bff-frankfurt.de
  • Das leidige Thema stark versiegelter Plätze...

    Nun hat man den Platz an der Friedberger Warte erst 2017 fertiggestellt. Ihn nun wieder umzubauen, würde natürlich von wenig Nachhaltigkeit zeugen. Die Stadt sperrt sich sicher auch aus dem Grund der geringen städtischen Repräsentanz, denn der Platz liegt weit außerhalb des Stadtzentrums, wird also fast nur von den Anwohnern wahrgenommen und von diesen frequentiert. Deswegen sperrt sich der Magistrat also auch gegen neue Kosten einer Umgestaltung. Zudem gibt es ja schon einige Bäume, die man angelegt hat, die aber erst noch wachsen müssen. Gleichwohl hätten die Planer natürlich auch gleich auf weniger Versiegelung achten können. Zumal die grün dominierte Stadtregierung ständig die Ökologie und den Klimawandel betont, auch wenn das verlogen ist.

    Auf der anderen Seite ist es natürlich blauäugig zu meinen, die Anwohner würden eine Grünanlage schon im Rahmen von "urban gardening" selbst pflegen. Anwohner, die am einen Tag etwas vollmundig versprechen, ziehen am nächsten weg oder werden krank oder haben keine Lust mehr. Letztlich ist eine Grünanlage eben schon mit laufenden Kosten verbunden. Dass Eltern ohnehin auf ihre Kinder achtgeben müssen, damit diese nicht auf die Straße laufen, ist eigentlich auch nicht der Rede wert. Und Sitzbänke sind auf dem Platz ja vorhanden.

    Siehe hier.

    Ich war jedenfalls froh, wie der Platz überhaupt mal angelegt wurde, denn vorher war das eine unurbane Wüste aus ins Leere führenden alten Wegen, die dem zentralen mittelalterlichen Gebäude in dessen Mitte überhaupt nicht gerecht wurde. Eine solche Platzgestaltung ist in Frankfurt nämlich alles andere als selbstverständlich. Siehe das Trauerspiel um die Hauptwache. Insofern sollten die Anwohner eigentlich froh sein, überhaupt einen gestalteten Platz bekommen zu haben.

    Weit und breit nichts als Beton