Eines der nicht wenigen hübschen, aber doch recht übersichtlichen fränkischen Kleinstädtchen, von denen es gerade im weiteren Umfeld von Kitzingen ja einige gibt. Bei Schneeregen habe ich im übrigen bis jetzt höchst selten und ungern Fotos gemacht. Eigene Aufnahmen von Prichsenstadt stammen von einem sonnigen Hochsommertag, wäre ein netter Kontrast...
Prichsenstadt (Galerie)
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Habe mal meine Prichsenstadt-Dias von 2001 eingescannt. Viele Aufnahmen sind es nicht. Also fast wolkenloser Hochsommer-Kontrast zu Schneeregen. Und seitdem war ich auch nicht mehr dort, zum einen weil es für eine Tagestour von München weit ist, mit Übernachtung fährt man lieber gleich weiter und mit dem Zug kommt man in der heutigen fortgeschritten-degenerierten Zeit nicht mehr hin...

Das malerisch-reizvolle Vorstadttor -
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Weitere Aufnahmen aus dem im Landkreis Kitzingen gelegenen Städtchen von einem eigenen zweiten Besuch dort Ende September 2018.
Das Vorstadttor, auch West- bzw. Obertor genannt, westlicher Abschluss der Luitpoldstraße.
Zitat1584 – 1587 wurde die äußere Ummauerung der Vorstadt vollendet und das Westtor, auch Vorstadttor oder Obertor genannt, errichtet. An dessen Außenfassade befinden sich zwei Köpfe der damaligen ansbachischen Herrschaft, des Markgrafen Georg Friedrich und seiner zweiten Gemahlin Sophie von Braunschweig-Lüneburg und Celle. Bis 1861 war das Tor geschlossen und wurde nur bei Bedarf geöffnet. Danach wurde bis 1933 für Fremde ein Pflasterzoll erhoben, dessen Höhe sich z. B. nach der Art des Fuhrwerkes oder der Ladung bemaß. Als Zolleinnehmer wirkte der jeweilige Obertorwächter. Letzter “Zöllner“ war der Torhausbewohner, Schneidermeister Andreas Keßler, zugleich Polizeidiener der Stadtgemeinde. 1895 ging das Obertor in Privatbesitz über. 1995 erfolgte die letzte Renovierung.
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Luitpoldstraße ostwärts, Richtung Stadtturm, links die Nr. 20, bezeichnet 1697:
Links die Nr. 16, bezeichnet 1671

Luitpoldstraße 12, am Portal bezeichnet 1599.
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Der 47m hohe Stadtturm:
ZitatDer Torturm mit Zeltdach, einer Laterne, Turmknopf und Wetterfahne wurde als Teil der ersten Stadtmauer 1419 vollendet. Daneben befand sich die ursprüngliche Wohnung des Torwächters. Die Erhöhung des Stadtturmes auf 47 Meter erfolgte 1740, um eine Wohnung für den Stadttürmer, der zugleich Feuerwächter und Stadtmusikus war, zu schaffen. 1881 wurde der Türmerdienst aus Kostengründen eingestellt. Die Besoldung bestand aus jährlich 100 Gulden, wobei ihm die Wohnung zu 8 Gulden und die Äcker und Gärten zur Nutzung zu 5 Gulden angerechnet wurden. Von 1945 – 1950 wurde die Türmerwohnung als Privatwohnung vermietet. 2003 erfolgte eine komplette Außenrenovierung.
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Luitpoldstraße 4, rechts Schmiedgasse 1, bezeichnet 1597Es geht durch den Stadtturm, nochmals Blick zurück:

Der Stadtturm vom Karlsplatz aus.
Karlsplatz 5 und 7, im Hintergrund der Turm der evangelischen Pfarrkirche. Vor der Nr. 7 der Marktbrunnen von 1678.Das Rathaus von 1682 (Nr. 5):

Zum Vergleich (2001):


Rathaus, Rückseite zur Kirchgasse -
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Das Vorstadttor habe ich stets als das Stadttor schlechthin verstanden und die von ihm abgeschlossene "Vorstadt" als einen vollwertigen Teil der Altstadt. Im Gegenzug ist mir der Stadtturm nie als Tor der Stadtbefestigung vorgekommen.
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Ein sehr schönes Städtchen. Vielen Dank!
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Es geht weiter von der Schulinstraße in die Freihofgasse. Dort steht mit dem seinerzeit frisch renovierten ehemaligen kaiserlichen Freihof eines der bedeutendsten Gebäude Prichsenstadts, mit Zierfachwerk und für Franken ungewöhnlichen Rosetten im Obergeschoss, am Portal bezeichnet 1592.

Zum Vergleich 2001 (rechts Schloßgasse 1, in der obigen Aufnahme rechts außerhalb des Bildes folgend):

Ein paar Mauertürme der Stadtbefestigung blieben auch erhalten, so der Schäferturm an der nördlichen Flanke.

Hier mit Pfarrhof und -scheune sowie der Pfarrkirche:

Mit einem kleineren Weiher im Vordergrund (bei ungünstigem Sonnenstand). Das bekannte Prichsenstadt-Motiv mit dem größeren sogenannten Breiten See gab es bereits eingangs am Anfang der Galerie.Und hier verläuft im Vordergrund der Altbach, links ist der Stadtturm zu sehen:

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Weiter geht es entlang der einstigen Stadtbefestigung. Nach Norden hat man ja tatsächlich keine Bebauung mehr angrenzend, da geht es in Wiesen, Weiher und Felder direkt über, was heutzutage bekanntermaßen die Ausnahme ist. Östlich folgt aber noch eine Umgehungsstraße und ein kleines Gewerbegebiet. Und die Autobahn von Würzburg nach Nürnberg verläuft auch nur ein paar Kilometer weiter südlich an Prichsenstadt vorbei. Dafür hat man wie auch andernorts den Personenverkehr auf der Bahnstrecke von Schweinfurt über Gerolzhofen, Prichsenstadt und Wiesentheid nach Kitzingen (Steigerwaldbahn) sukzessive stillgelegt. Klimaschutz-Blablabla versus Realität. Siehe auch: Bahnstrecke Kitzingen–Schweinfurt – Wikipedia


Der Eulenturm im Südosten, Taubenturm wäre wohl passender. 15./16. Jahrhundert wie die beiden vorigen Befestigungstürme. Dafür mit reizvollem barockem Anbau.
Überbaute Stadtmauer im Süden.
Rückseiten von Häusern an der Badgasse.
A wengal kommt noch... -
Es geht nochmals von Süden in Richtung Karlsplatz:

Badgasse
Durchblick zum Stadtturm:

Badgasse 2, in der Denkmalliste aufscheinend. Offenbar ein Problemfall.
Karlsplatz 12, Rückseite zur Badgasse hin
Über den Karlsplatz geht es am Rathaus vorbei zur Evangelischen Kirche (St. Sixtus):

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Pfarrhof von 1735, dahinter sieht man nochmals den Schäferturm.
Scheune an der Kirchgasse


Spitalgasse
Und zum Abschluss nochmals das Vorstadttor, die Feldseite:
Soweit ein paar Eindrücke aus dem unterfränkischen Prichsenstadt.
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Super, vielen Dank, da war ich letzten August auch als Ausflug von Wiesenbronn aus, schönes Städtchen, habe ich auch fotografiert, aber nur viel oberflächlicher als du.
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Ein sehr stimmungsvoller Ort, danke für die schönen Bilder!
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Super, vielen Dank, da war ich letzten August auch als Ausflug von Wiesenbronn aus
Die nähere Umgebung von Prichsenstadt hat ebenfalls einiges zu bieten. Wiesentheid mit Schörnborn-Schloss und großartiger Pfarrkirche, das Castellsche Schloss zu Rüdenhausen, Castell selbst (bin ich bisher nur durchgefahren...) oder auch Gerolzhofen (fehlt mir auch noch) und Ebrach (dito). Und nach Dettelbach, Sommerach oder Volkach sind es auch nur ein paar Kilometer.
Ein kleiner Nachtrag noch.
Stadelschwarzach
Im Anschluss an Prichsenstadt ging es durch den Ort Stadelschwarzach, nicht zu verwechseln mit dem zu Schwarzach am Main gehörigen Stadtschwarzach (in dem ich nach Stadelschwarzach auch noch kurz war).
7 Tage zuvor hatte es bei einem Sturm den Turm der Pfarrkirche St. Bartholomäus erwischt. Rechts das Rathaus.
Vom Winde verwüstet (inFranken.de)
3 Jahre später:
Stadelschwarzach: Kirche bekommt neue Turmspitze | Radio Gong WürzburgRathaus, bezeichnet 1605:

Und zwei Aufnahmen gleich noch zu den Resten der Kirchhofbefestigung von St. Bartholomäus:

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Wiesentheid mit Schörnborn-Schloss und großartiger Pfarrkirche, das Castellsche Schloss zu Rüdenhausen, Castell selbst (bin ich bisher nur durchgefahren...) oder auch Gerolzhofen (fehlt mir auch noch) und Ebrach (dito). Und nach Dettelbach, Sommerach oder Volkach sind es auch nur ein paar Kilometer.
Ja, absolut großartige Gegend, von Veitshöchheim bis Volkach kommt ja ein toller Ort nach dem anderen. Gerolzhofen und Ebrach fehlen mir auch noch, den Rest habe ich schon besucht und meist auch schon fotografiert, bei meiner Rollertour 2023 allerdings leider aus Platzgründen nur mit dem Handy.

































