Petitionen zum Erhalt von schützenswerten Gebäuden - bundesweite Hilferufe

  • Ich habe diesbezüglich heute an diverse regionale und fachbezogene Stellen Leserbriefen und Anschreiben versendet. An Aufmerksamkeit sollte es dort nicht mangeln, wenn da noch ein paar Menschen Gleiches tun.

    Die Petition ist von gestern Abend mit knapp unter 50Unterschriften immerhin schon mal mehr als verdoppelt...ob das reichen wird...die entscheidende fokussierende Öffentlichkeit wäre wichtig, damit das nicht im stillen Kämmerlein einfach umfällt.

  • Thüringer Allgemeine hat zugesichert 'mit Aufmerksamkeit zu generieren'. Die Petition steht kurz vor 150 Unterschriften. Das dreifache Ziel des Petitionserstellers. Ob das allerdings etwas nützt...es muss ein Investor her, der das gute Stück unter Berücksichtigung seiner historischen Bausubstanz in die Zukunft führt. Ohne diesen, welcher wohl bereits seid Jahren gesucht wird, stehen die Karten trotz Denkmalschutz suboptimal.

  • Es hat nichts genutzt.... Aufmerksamkeit ist zwar da, aber der Abriss ist beschlossen. Die Kirche hat über zwei Dekaden nach Nachnutzung, Sanierer und Investor gesucht und macht nun Nägel mit Köpfen für eine offene Begegnungsstätte mit Bänkchen und Bäumchen 🤬😢

  • Tja, als hätten sie die Begegnungsstätte nicht auch in dem Haus unterbringen können. Aber, sie möchten eben dem kirchlichen 08/15-Stil der Gegenwart frönen.

    Vielleicht findet sich ja wenigstens ein Verein oder eine Intiative, die die Balken abbaut, einlagert und das Haus vielleich andernorts wieder aufbaut.

  • Neuigkeiten: Aussetzung des geplanten Abrisses des denkmalgeschützten Pfarrhauses in Dankmarshausen/Wartburgkreis - Online-Petition
    Die Kirchengemeinde plant laut Superindendent Fuchs den Abriss des denkmalgeschützten Pfarrhauses in Dankmarshausen noch in diesem, spätestens im nächsten…
    www.openpetition.de


    Hier findet sich eine Aktualisierung inklusive einem Dokument, welches die Stellungnahme der Kirche und damit die Geschichte um die Bemühungen um dieses Gebäude abbildet.👋🏼

  • Den Fachwerkoberbau könnte man 1 : 1 an den Brüderweg 7 in Halle setzen, wo infolge Vernachlässigung vor einem Jahr ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus auf Anordnung der Stadt abgerissen wurde.

    Halle (Saale) - Architekturforum Architectura Pro Homine
    Hallo! hier ein kleiner Beitrag auf einen sehr grossen Misstand im Hinblich auf historisches Bauen: die Stadt Halle war die wohl am wenigsten vom Bombenkrieg…
    stadtbild-deutschland.org
  • Zuerst öffnete ich blueketz's Link, und dann dort weiter den Link 'Dokument anzeigen'. Dort kann man in einer Bilderreihe die Stellungnahme der Kirchgemeinde lesen. Irgendwie nachvollziehbar, wie alle Bemühungen erfolglos blieben. Ich dachte da halt ans Los vieler abgelegener Ortschaften.

    Dann versuchte ich über Google Maps mehr Ansichten der Umgebung zu finden und begann einfach zufällig mal bei 'Unterm Berg'. Viele idyllische Häuser mit Gärten, schön gelegen... nach zwei Rechtsabbiegungen landete ich dann auf dem zentralen Platz, der voll von gleichartigen Gebäuden besetzt ist und an dem auch das gesuchte Pfarrhaus steht. Wo ist aber der Haken, dass dieses Haus keinen Interessent gefunden hat? Fehlenden Umwschwung könnte man doch vom rückliegenden Garten des Gemeindesaales abtrennen. Oder ist die Lage neben einem Friedhof ein Problem?

    Platzansicht: Google Maps

    Rückansicht (links, mit verkleideter Giebelwand): Google Maps

  • Ja, das fiel mir auch auf. Die meiste (Fachwerk-)Häuser in dem Ort sind in einem tadellosen Zustand, es gibt kaum Leerstand, Neubauten fügen sich relativ gut ein. Auch die Dorfgemeinschaft scheint intakt zu sein, hab einen Videobericht gesehen, wo die Anwohner auch sehr besorgt waren um das alte Pfarrhaus. Man könnte wirklich von einem Bilderbuchdorf reden, wie so viele im hessisch-thüringischen Grenzland. Tragisch, dass an so prominenter Stelle dann so ein Abriss droht. Hoffentlich lässt sich eine Lösung finden, das relevante Freilichtmuseum in Hohenfelden hatte mir leider eine (auch gut begründete) Absage geschickt...

  • Ja, wirklich ein sehr idyllisches Platz-Ensemble. Könnte man das Haus denn nicht im Inneren so "modern" umbauen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleibt, aber die Nutzung gegeben ist? Notfalls könnte man auch einzelne Gefache mit Glas ausfüllen.

    (Na ja, dumme Frage von mir. Natürlich könnten sie, wenn sie wirklich wollten.)

  • Den Fachwerkoberbau könnte man 1 : 1 an den Brüderweg 7 in Halle setzen,

    Und wie könnte man das erreichen?

    Die Kirche ist offenbar nach den langjährigen Bemühungen und Enttäuschungen um die fehlenden reellen Angebote, nicht mehr bereit sich wirklich auf einen Erhalt einzulassen. Die Pläne für den Saalneubau stehen und das wird die Gemeinde auch schon genügend Finanzen gekostet haben als das man jetzt zurückrudert in erneuten ungewissen Idealismus.

    Was mich nur stutzig macht, ist dass ihr in den Nachbargebäuden keinen Leerstand und Sanierungsstau erkennen konntet, denn das war ja eines der Hauptargumente in dem Dokument, weshalb man sich nicht mehr auf einen privaten Käufer einlassen wollte und will.

  • "Umwschwung"

    Was ist das? Umgriff?

    'Umschwung' wollte ich schreiben. Wir benennen so die Freiflächen einer Liegenschaft, also Vorgarten, Garten, Hofraum, Waldfläche, Anteil am Bachufer (und auch privater Tennisplatz und Helikopterlandeplatz :wink:).

    Den Fachwerkoberbau könnte man 1 : 1 an den Brüderweg 7 in Halle setzen,

    Wobei ich gesehen habe, dass Halle in Luftlinie doch 150 km weit entfernt liegt, und eine Stadt kann kein Freilichtmuseum für Bauten aus andern Regionen sein. Mir ist einfach die ähnliche Grösse und das Erscheinungsbild des Fachwerkteils beider Bauten spontan in den Sinn gekommen. Ob sie aber 'fachwerkbaugeschichtlich' zusammenpassen, weiss ich nicht.

    'Denkmalpflegepolitisch' wäre eine Versetzung nach Halle wahrscheinlich auch nicht klug, da dort das Thema Rekonstruktion ins Lächerliche gezogen werden könnte, so quasi als Mix von Rekonstruktion und Freilichtmuseum - für manche Leute gerade zwei Schimpfwörter. - Die sollen dort den Investor nur mit einer Rekonstruktion plagen. :smile:

    Um die Verhältnisse in Dankmarshausen zu kennen und etwas bewirken zu können, müsste man wirklich aus der Region sein. Von ausserhalb findet man in solchen Fällen nur eine Handvoll Unterstützer, mehr nicht. Da müsste wirklich spontan noch ein Idealist mit angemessenem Kapital erscheinen.

  • die Freiflächen einer Liegenschaft

    Also das, was wir in Deutschland als "Umgriff" bezeichnen. Sozusagen das, was um das Haus herum ist, was das Haus "umgreift", damit man dieses vernünftig nutzen kann. Um das w ist es nicht gegangen, das war halt ein Tippfehler.